So haben die Dresdner gewählt

So haben die Dresdner entschieden. (Foto: pixabay)

Nachdem es beim Auszählen einige Pannen gab, steht jetzt das vorläufige Endergebnis fest.

Grüne vor CDU und AfD. Die Dresdner haben entschieden, wie der neue Stadtrat zusammengesetzt wird – mit einer sehr hohen Wahlbeteiligung.

Hochburgen klar definiert

Die Grünen haben die Neustadt erobert, dort nach bisherigem Stand 45,1 Prozent geholt. Das ist selbst für den Wahlsieger, mit gut 20 Prozent stadtweit, ein gigantischer Ausreißer nach oben. Die Piraten haben genauso viel Prozent erreicht wie die CDU – nämlich fünf. Für die CDU das schlechteste Ergebnis in einem Stadtteil.
Gorbitz und Prohlis gehen an die AfD, mit 30,8 Prozent in Gorbitz-Süd, 28,2 in Gorbitz-Ost, 27,4 in Gorbitz-Nord und 28 Prozent in Prohlis. Insgesamt hat die AfD in 20 von 60 Stadtteilen die meisten Stimmen geholt. Darunter auch Mickten, Kaditz, Hellerau, Leuben, Laubegast, Großzschachwitz, Seidnitz, Tolkewitz und Cotta.

CDU verliert

Die CDU verliert überall, hat aber im Hochland und Altfranken gesiegt. Ihre neue Hochburg ist Schönfeld/Schullwitz mit 31,4 Prozent. In zwölf Stadtteilen konnte die CDU die meisten Stimmen holen.
Die Linke verliert viel und gewinnt nur in drei Stadtteilen Prohlis und Gorbitz als Linke-Hochburgen, das war einmal. Die Plattenbaugebiete hat die AfD erobert. Dafür geht Die Linke in der Pirnaischen Vorstadt, Wilsdruffer Vorstadt/Seevorstadt West und Pieschen-Nord/Trachenberge als Sieger hervor. Die FDP ist der Star im Norden. Das liegt an einem Namen, Holger Zastrow.

Grün ist die Trendfarbe

In 22 Stadtteilen haben die Grünen gewonnen. Das gab es für die Partei noch nie. Neben der bekannten Hochburg Äußere Neustadt haben sie auch das Zentrum, die Innere Altstadt, erobert. In Friedrichstadt, Johannstadt-Nord, Pieschen-Süd, Loschwitz/Wachwitz, Bühlau/Weißer Hirsch, Blasewitz, Striesen komplett, Strehlen, Südvorstadt, Plauen und Löbtau haben die Grünen die meisten Stimmen geholt.
Wie die CDU hat die SPD in allen Stadtteilen im Vergleich zu 2014 verloren. In nur acht der 60 Stadtteile konnte sie mehr als zehn Prozent erreichen. Am besten lief es noch in Plauen, mit 11,9 Prozent.

Endergebnis steht fest

Die vier nachgereichten Wahlbezirke hatten noch Auswirkungen für einige Abgeordnete. Einer, der bis zum Schluss zittern musste, ist Gunter Thiele. Der baupolitische Sprecher der CDU-Fraktion hat seinen Wahlkreis in der Neustadt. Thiele hat es nicht erneut in den Rat geschafft und die CDU ist ihren Bauexperten los.
Generell wurden im Wahlkreis 2 nur Stadträte von Grüne, Linke, SPD, Piraten und Die Partei gewählt. Piraten (Martin Schulte-Wissermann) und Die Partei (Max Aschenbach) holten hier ihre einzigen Sitze überhaupt. Die Grünen schafften erneut drei Mandate in der Neustadt und wieder ist Johannes Lichdi von hinten nach vorn gewählt worden, sodass Tina Siebeneicher, Torsten Schulze und er im Rat bleiben. (aw/sz)

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