Altes Haus, neues Glück: Modernisierungen für mehr Wohnkomfort

Altes Haus ganz neu: Im eigenen Haus ist eigentlich immer etwas zu tun. Um größere Sanierungen zu finanzieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Foto: djd/Dr. Klein

Ein modernes, barrierefreies Bad, eine energiesparende Außendämmung für die Fassade, ein neues Dach – am eigenen Haus lässt sich immer etwas verbessern oder verschönern. Das nötige Kleingeld für die Maßnahmen haben die meisten Eigenheimbesitzer allerdings nicht auf der hohen Kante. Sie benötigen eine Finanzierung, um ihre Wünsche in die Tat umzusetzen. Schließlich geht auch an einer Immobilie das Alter nicht ohne Spuren vorbei. Um den Wert des Eigentums zu erhalten, sind regelmäßige Modernisierungen daher Pflicht. 

Das passende Kreditmodell auswählen

Wer die Modernisierungen finanzieren will, hat die Wahl zwischen einem zweckgebundenen Ratenkredit, einem normalen Ratenkredit und einer Baufinanzierung. „Bei Modernisierungen, die zwischen 5 000 und 50 000 Euro kosten, ist der zweckgebundene Ratenkredit oft die sinnvollste Lösung“, sagt Björn Pätzold, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Mettmann und Wuppertal.

Die Beantragung eines Ratenkredits sei unkompliziert: „Man kommt ohne Grundbucheintrag aus, Antragsteller müssen lediglich den Immobilienbesitz nachweisen.“ Ein weiterer Vorteil: Das Darlehen bietet bessere Konditionen als ein normaler Ratenkredit und lässt sich bereits nach sechs Monaten Laufzeit jederzeit vollständig oder in Teilen zurückzahlen.

Ein freier, nicht zweckgebundener Ratenkredit ist dann sinnvoll, wenn es um geringe Beträge von weniger als 5 000 Euro geht und eine schnelle Lösung gesucht wird. Immobilienbesitzer müssen in diesem Fall weder Kostenvoranschläge einreichen noch einen Immobilienbesitz nachweisen. Die Zinsen bei einem normalen Ratenkredit sind allerdings deutlich höher als bei seinem zweckgebundenen Pendant. Aus rein finanzieller Sicht lohnt er sich deshalb für Immobilienbesitzer selten.

Für größere Umbauten lohnt sich oft eine Baufinanzierung

Wer die Finanzmittel für Umbaumaßnahmen aus einer Baufinanzierung beziehen will, muss das neue Darlehen im Grundbuch absichern. Das zieht Gebühren und Notarkosten nach sich. „Die Zinskonditionen einer Baufinanzierung sind deutlich besser als die eines Ratenkredites. Der zusätzliche Aufwand und die Kosten des Grundbucheintrages sind daher bei größeren Modernisierungsmaßnahmen schnell wieder reingeholt“, erklärt Björn Pätzold. „Wenn die Modernisierung etwas größer ausfällt, ist es oft auch sinnvoll, die Förderangebote der staatlichen KfW-Bank zu nutzen.“ Wer sich unsicher ist, welche Variante die richtige ist, kann sich an Vermittler wenden. Sie vergleichen verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten und gehen im persönlichen Gespräch mit dem Hauseigentümer die Vor- und Nachteile durch.

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