Im eigenen Stadion selbst besiegt

Zweikampf an der Seitenlinie zwischen Dynamos Kapitän Niklas Kreuzer und Hannovers Miko Albornoz. Wenige Augenblicke später schickte der Schiedsrichter beide nach einer Rangelei vom Platz. (Foto: S. Manig)

Dynamo verliert das zweite Spiel in Folge und steckt nun im Tabellenkeller fest.

Am Ende vergoss sogar der graue Himmel überm Rudolf-Harbig-Stadion bittere Tränen und die Fans pfiffen dazu lautstark einen frustrierten Trauermarsch. Anstatt den bislang unter seinen Erwartungen spielenden Bundesliga-Absteiger Hannover zu bezwingen, rutschten die Schwarzgelben nach der 0:2-Niederlage weiter in die Niederungen der Tabelle.

In einer kampfbetonten Partie waren die Niedersachsen im ersten Durchgang das zielstrebigere Team, präsentierte sich in der Defensive sattelfest und wartete im Angriff mit den gefährlicheren Aktionen auf. So war das 0:0 zur Pause für Dynamo schon schmeichelhaft. Die Niedersachsen blieben auch nach Wiederanpfiff gefährlicher, wenn auch die Dresdner etwas mehr ins Spiel investierten. In der nicht immer sicheren Abwehr blieben sie jedoch zumeist konzentriert. Das größte Manko im Dynamo-Spiel lag vor allem an fehlender Präzision im Vorwärtsgang. Gegen einen gut geordnete Gegner blieben die Atik, Koné & Co. allzu oft schon weit vor dem Strafraum stecken.

Einen Knackpunkt gab’s dann nach 65 Minuten: Nach einer Rangelei an der Seitenlinie zeigte Referee Dingert Dynamo-Kapitän Kreuzer Rot und stellte den bereits verwarnten 96er Albornoz mit Gelb-Rot vom Platz. Eine reichliche Viertelstunde vor ultimo folgte dann der nächste Tiefschlag: Per Volleyschuss sorgte Hannovers Verteidiger Korb für den Führungstreffer der Gäste und weil die Dynamos in der Folgezeit zu keiner zwingenden Chance mehr kamen, mussten sie mit ansehen, wie der eingewechselte Teuchert schneller reagierte als die Dresdner Abwehr und das 0:2 besorgte.

Keine Frage, dass Trainer Cristian Fiel in der anstehenden Länderspielpause einiges zu tun hat, vor allem wohl mit der Aufgabe die Köpfe der meisten seiner Jungs wieder klar zu kriegen. Denn gerade die beiden letzten Niederlagen haben gezeigt, dass es auf jeden Fall besser ist, wenn Kampfgeist und Konzentration die Spielfreude bestimmen. (EKG)

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