Jubiläumsbier kommt per Kutsche

Steffi Kalz-Giese (l.) und Katrin Sander hatten zum Pulverturm-Jubiläum eingeladen. Als Überraschung schickte die Radeberger Brauerei eine historische Bierkutsche. Scannen Sie diesen Artikel und sehen Sie ein spannendes Video vom Besuch der Kutsche. (Foto: Thorsten Eckert)

Der Pulverturm, eines der ersten Dresdner Erlebnisrestaurants, feiert Jubiläum. Mit einer Überraschung.

Ein Wagnis war es damals schon gewesen: Erlebnisgastronomie mitten in Dresden. Der Pulverturm, ein Kellerrestaurant in unmittelbarer Nähe zur Frauenkirche, in dem nun Sachsen-Herrscher August der Starke regelmäßig von Tisch zu Tisch geht, ein Keller, in dem Musiker und Künstler inmitten der Gäste auftreten und in dem überhaupt ein kräftiger Hauch des legendären Dresdner Barockzeitalters weht. Keine vorgefertigte abendfüllende Show, für die Eintritt verlangt wird, sondern ein „ganz normales“ Restaurant, in dem die Gäste zwanglos sozusagen ein Stück in der Zeit zurückreisen können.

Blumen und eine rollende Gratulantin

Und die Idee passte perfekt. Dresdner und Touristen nahmen das Konzept an – und so konnte Mitte der Woche im Pulverturm 20. Jubiläum gefeiert werden. Stefanie Kalz-Giese und Katrin Sander – seit 2014 Pulverturm-Betreiberinnen – konnten jede Menge Blumensträuße und Glückwünsche entgegennehmen; und auf dem historischen Kopfsteinpflaster vorm Eingang wartete eine ganz besondere Überraschung: Eine historische Bierkutsche war eigens aus der nahen Bierstadt Radeberg ins Herz Dresdens gerollt. Die Jubiläums-Gäste konnten so schon vorab ein frisch gezapftes Radeberger Pilsner genießen – und natürlich waren die vor die Kutsche gespannten gutmütigen Kaltblüter ein gefragtes Handyfoto-Motiv.
„Wir haben die Erlebnis-Gastronomie im Pulverturm von Anfang an unterstützt, deshalb sind wir heute natürlich auch mit diesem besonderen Gruß vorbeigekommen“, verrät sich Jana Kreuziger, die Sprecherin der Radeberger Exportbierbrauerei.
„Wir passen ja auch wirklich extrem gut zusammen“, freut sich Stefanie Kalz-Giese über die gelungene Überraschung. „Bei uns ist August der Starke zu Hause – da muss natürlich auch das Tafelgetränk der sächsischen Könige bei uns fließen“, schiebt sie augenzwinkernd hinterher. Seit 1905 trägt Radeberger bekanntlich die offizielle Bezeichnung „Tafelgetränk seiner Majestät“, damals hatte Friedrich August von Sachsen, der letzte sächsische König, das Radeberger Pilsner zum Tafelgetränk „gekrönt“.

Perfekte Temperatur für das frische Pilsner

Zur Zusammenarbeit zwischen den Pulverturm-Gastronomen und der Radeberger Brauerei gehören auch regelmäßige Zapferschulungen. Das Personal wird dabei von den Radeberger Experten in die Geheimnisse des perfekten Zapfens von Hopfensaft eingewiesen. „Es geht ja zum Beispiel auch um die richtige Temperatur, die das Bier beim Gast haben muss“, so Jana Kreuziger. Die perfekte Ausschanktemperatur liegt dabei übrigens bei zwischen sieben und neun Grad Celsius, verrät sie. (Jens Fritzsche)

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