Sachsen behandelt Corona-Patienten aus Italien

Das Dresdner Universitätsklinikum hat angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eine Infektionsambulanz eingerichtet. (Foto: Ronald Bonß)

Sachsen behandelt mehrere italienische Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern. Eine Gruppe von Patienten mit schweren Lungenkrankheiten ist in der Nacht zu Dienstag am Flughafen Leipzig-Halle gelandet. Zwei Rettungsfahrzeuge standen auf dem Flugplatz für den Transport der Patienten ins Krankenhaus bereit.

Zwei 57-jährige Männer aus Bergamo werden am Universitätsklinikum Leipzig intensivmedizinisch betreut. „Sie sind in einem kritischen Zustand“, sagte Klinikumssprecher Markus Bien am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Am Dienstagnachmittag sollen weitere Patienten aus Italien nach Sachsen geflogen werden. Auch das Herzzentrum und das Helios Park-Klinikum Leipzig werden zwei Patienten auf der interdisziplinär geführten Intensivstation aufnehmen, sagte der Pressesprecher des Lehrkrankenhauses, Stefan Möslein. Wann die Patienten einträfen, sei noch unklar, man sei aber einsatzbereit. „Wir haben uns in den letzten Tagen darauf vorbereitet“, sagte Möslein. 

Auch das Universitätsklinikum Dresden bereitet sichauf die Aufnahme zweier Patienten aus Italien vor. Der Zeitpunkt ihrer Ankunft blieb zunächst offen.

Insgesamt sollen acht Patienten aus Italien an den Universitätskliniken Dresden und Leipzig sowie am Helios Klinikum Leipzig und dem Fachkrankenhaus Coswig versorgt werden. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sagte: „Es ist für uns selbstverständlich, dass wir in dieser Situation helfen. Wir denken weiter europäisch. Und das heißt: Wir helfen auch anderen, wo wir können.“

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