TU Dresden startet digital ins Semester

Studieren von zuhause aus? Geht bald auch problemlos an der TU Dresden. // Foto: Christin Hume/Unsplash

Nachteile für Studierende sollen vermieden werden.

Am 6. April startet die Vorlesungszeit an der TU Dresden. Da es aufgrund von Corona zumindest bis zum 4. Mai keine Präsenzlehrveranstaltungen geben wird, intensivieren seit Wochen alle Lehrenden die Digitalisierung des Studiums. Und das in einem Ausmaß, wie sie es sonst in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht getan hätten. Ein erzwungener Fortschritt neuer Lehrkonzepte und Studienformen, die aber sicher auch künftig erhalten bleiben.

Alexander Lasch, Professor für Germanistische Linguistik und Sprachgeschichte und Studiendekan der Fakultät Sprach-, Literatur
und Kulturwissenschaften (SLK), ist sich nach harter Arbeit aller Angehörigen der Fakultät an digitalen Konzepten und deren technischer Realisierung sicher: „Es wird keine Lehrveranstaltung ausfallen.“ Und das gilt für Vorlesungen genauso wie für Seminare und Übungen. Die technischen Voraussetzungen dafür wurden mit der Lernplattform OPAL als Ausgangspunkt für Lernumgebungen wie MATRIX-Räume, Seminare im Flipped Classroom und LiveStreams von Veranstaltungen geschaffen. Nun ist die Kreativität der Lehrenden und Studierenden gefragt, die neuen Konzepte gemeinsam zu optimieren. Aktuell erhalten alle Studierenden E-Mails mit genauen Instruktionen und um sich bei OPAL zu den einzelnen Lehrveranstaltungen einzuschreiben. Schon jetzt informiert Alexander Lasch über die digitale Lehre an der Fakultät SLK via YouTube.

Auch Stefan Odenbach, Professor für Magnetfluiddynamik, Mess- und Automatisierungstechnik und Studiendekan der Fakultät Maschinenwesen, hat den Semesterstart seit Jahren nicht so intensiv wie in diesem Jahr vorbereiten müssen. An der Fakultät Maschinenwesen geht es um Lehrveranstaltungen mit bis zu 1.000 Teilnehmern und um Praktika, die eine ganz besondere Herausforderung darstellen. „Wir werden unseren Studierenden ein Semester anbieten, das ungewöhnlich, aber zu
bewältigen ist!“

Verschiedenste Formate sind angedacht von der vertonten Power Point Präsentation bis hin zur Vorlesung im Live-Stream, von Übungen in MATRIX-Räumen bis zu Anleitungen für Versuche, die zu Hause durchgeführt werden. Trotzdem gibt es immer wieder Probleme, für die schnell Lösungen gefunden werden müssen – z. B. für Studierende, die in Regionen mit schlechtem Internet wohnen. Wichtig ist allen Studiendekanen der einzelnen Fakultäten der TU Dresden der Austausch untereinander. So muss das Rad nicht von jedem neu erfunden werden, sondern alle Studiendekane profitieren gleichermaßen von neuen Ideen, Erfahrungen und Erkenntnissen.

Professor Hans Georg Krauthäuser, Prorektor für Bildung und Internationales, betont, dass alles getan wird, um Nachteile für die Studierenden soweit wie möglich zu vermeiden. „Ich bin tief beeindruckt, mit wieviel Engagement und Kreativität hier alle an einem Strang ziehen.“

DAWO

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