Giftstoffe auf Dresdner Ferdinandplatz

Verwaltungszentrum Bauarbeiten
In einem der Keller am Ferdinandplatz befand sich eine Druckerei. // Foto: © Archiv/Sven Ellger

Bei den Arbeiten für das neue Verwaltungszentrum auf dem Dresdner Ferdinand sind in einem Keller Giftstoffe gefunden worden. 

Fachgerechte Entsorgung läuft Auf dem Ferdinandplatz sind die vorbereitenden Tiefbauarbeiten und die archäologischen Grabungen vor dem Bau des Neuen Verwaltungszentrums im Gange. Dabei wurden in einem Keller, in dem eine Druckerei untergebracht war, stark erhöhte Anteile von Blei und Antimon sowie verkohltes Papier mit pastösen Beimengungen gefunden.

Das Blei stammt aus geschmolzenen Bleilettern der Druckerei. Antimon ist ein Halbmetall, das zur Härtung von Blei- und Zinnlegierungen dient. Es handelt sich um insgesamt etwa 1.800 Tonnen Aushub, der als Abfall besonders entsorgt werden muss. Dazu wird das Material aktuell in die Aufbereitungsanlage Frauenrath Recycling nach Bretnig transportiert.  

„Untersuchungen des Baugrundes im Vorfeld ließen keine Erkenntnisse zu, dort derartige Verunreinigungen zu finden. Auch im sächsischen Altlastenkataster wurden keine Verdachtsflächen ausgewiesen“, informiert Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. „Da die Verunreinigungen unter dem Kellerfußboden aufgefunden worden sind, wären auch weitere Rammkernsondierungen in diesem Bereich wirkungslos gewesen.

Einzig mehrere Schürfe mittels Bagger hätten vielleicht diese Verunreinigungen erkennen lassen. Sie wären aber nur mit archäologischer Begleitung und großräumiger Sperrung des Parkplatzes möglich gewesen. Deshalb haben wir darauf verzichtet und stattdessen die laufenden archäologischen Grabungen abgewartet. Altlasten haben wir aber grundsätzlich aufgrund der Vornutzung nicht ausgeschlossen“, so Schmidt-Lamontain weiter.  

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