Warntag in Dresden – Nicht alles lief fehlerfrei

Am 10. September hat Dresden ihr Sirenen-Warnsystem getestet. Nicht allöes lief dabei glatt. // Foto: Archiv

Am Donnerstag um 11:00 Uhr war in Dresden lautes Sirenengeheul zu hören. Nicht alles lief dabei glatt. Beschwerden gab es zum Beispiel, weil einige Sirenen nicht geheult hatten oder zu leise waren.

Die Feuerwehr Dresden zieht für den Warntag trotzdem ein positives Fazit. Großflächig waren die Sirenen in ganz Dresden gut zu hören. Einige Sirenen wurden nacheinander angesteuert. Dies führte dazu, dass an einigen Stellen das Signal nicht bzw. nur sehr leise zu hören war.

Bei der Entwarnung mit Durchsage hat die Feuerwehr einen alternativen Übertragungsweg getestet. Lokal konnte der Text nicht, oder nur sehr verzerrt gehört werden. Das lag an einem Fehler im System, der nun analysiert wird. Es gibt kaum Möglichkeiten, solche Tests im scharfen System durchzuführen, so dass der Warntag in dieser Hinsicht für die Feuerwehr ein absoluter Erfolg war, denn jetzt weiß man besser, an welchen Stellen noch optimiert werden muss.

Detlef Sittel (Erster Bürgermeister) erklärte dazu: „Der Warntag war für uns die Gelegenheit, so einen öffentlich wirksamen Test durchführen zu können und festzustellen, wo wir nacharbeiten müssen. Die Analyse erfolgt nun zusammen mit dem Servicepartner, welcher heute auch mit anwesend war. Ich danke den Bürgerinnen und Bürgern der Landeshauptstadt für ihre Rückmeldungen und Besonnenheit anlässlich des Warntages 2020.“

Nach der Auslösung um 11 Uhr gab es wenig Anrufe von Bürgern, weil sie sich nicht über den bundesweiten Warntag informiert hatten. Einige Anrufer berichteten über Probleme bei der Verständlichkeit. Das Feedback in den sozialen Netzwerken bei Facebook und Twitter ist für die Feuerwehr eine wertvolle Unterstützung bei der Optimierung und Fehlersuche. Viele User berichten über eine sehr gute Warnung und Verständlichkeit. Andere melden, wenn Sirenen nicht ausgelöst haben.  

Hervorgegangen ist das Dresdner Sirenensystem letztlich aus den Erfahrungen des „Jahrhunderthochwassers“ vom August 2002, wo allen die Sinnhaftigkeit einer schnellen und wirksamen Möglichkeit zur Warnung der Bevölkerung vor Augen geführt wurde (Weißeritz). In Auswertung dieser Ereignisse hatte der Freistaat ein entsprechendes Förderprogramm aufgelegt, mit dem die Landeshauptstadt Dresden konsequent und Schritt für Schritt ein komplexes Sirenenwarnsystem errichten konnte, das uns nun für die Warnung der Bevölkerung bei einer Vielzahl von Szenarien zur Verfügung steht.

Einige Dresdnerinnen und Dresdner haben sich über eine fehlende Meldung in diversen Warn-Apps gewundert. In Dresden erfolgte die Warnung der Bevölkerung bislang ausschließlich über das Sirenen-Warnsystem.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.