Handwerkskammer: „Das Schließen von Schulen und Behörden würde fatale Folgen für die Wirtschaft haben.“

Lehrermangel in Sachsen: Kollegen verzichten auf Vorruhestand. Foto: Peter Endig/Archiv
Foto: Peter Endig/Archiv

Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, warnt in Anbetracht steigender Infektionszahlen vor einem großem Lockdown.

Vor dem Hintergrund der weiter sehr ernsten Lage angesichts der Corona-Pandemie spricht sich die Handwerkskammer Dresden gegen eine unverhältnismäßige Verschärfung der Maßnahmen aus und erteilt Überlegungen nach Schulschließungen eine klare Absage.

„Sollten flächendeckend Schulen und Kindertagesstätten geschlossen werden sowie Behörden ihre Erreichbarkeit und Arbeitsfähigkeit signifikant einschränken, hätte dies für die Wirtschaft fatale Folgen“, sagt Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden. „Es ist unbestritten, dass wegen der weiter steigenden Infektionszahlen gehandelt werden muss. Doch müssen Augenmaß gewahrt bleiben und zunächst alle Alternativen ausgeschöpft werden.“

Die Handwerkskammer Dresden vertritt rund 22.500 Handwerksbetriebe aus den Landkreisen Meißen, Bautzen, Görlitz, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie der Landeshauptstadt Dresden. Jörg Dittrich betont:

„Wenn zahlreiche Eltern nicht mehr zur Arbeit gehen können, weil sie sich zu Hause um ihre Kinder kümmern müssen, wird dies die Betriebe vor kaum lösbare Probleme stellen. Ebenso kritisch für die Unternehmen wäre es, wenn Verwaltungen für die Bearbeitung von Anträgen und Genehmigungen signifikant länger brauchen oder diese gar nicht mehr annehmen würden. Das alles wären Horror- Szenarien für die Unternehmen, die es unbedingt zu vermeiden gilt. Das alles macht die Wirtschaft kaputt.“

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