eBibo ist Dresdens „Bibliothek des Jahres 2020“

Das eBibo-Team. // Foto: F. Buttenbender

Würdigung der außergewöhnlich intensiven und professionellen Arbeit.

Traditionell zu Beginn des neuen Jahres küren die Städtischen Bibliotheken Dresden eine ihrer Filialen zur „Dresdner Bibliothek des Jahres“. Damit erfolgt die besondere Anerkennung der im vergangenen Jahr erbrachten Leistungen.

„Die Preisverleihung zur Bibliothek des Jahres steht in diesem Jahr unter besonderen Vorzeichen. Die Corona-Pandemie hat für die Bibliotheken wie für alle Kultureinrichtungen zwei Mal mehrmonatige Schließungen erzwungen. Die Städtischen Bibliotheken mussten sich kurzfristig an die neue Situation anpassen und haben diese Herausforderung hervorragend gemeistert und analog wie digital Medien zur Nutzung bereitgestellt und damit die schwierige Zeit des Lockdowns für viele Nutzerinnen erleichtert. Dafür möchte ich allen Mitarbeiterinnen danken.“ So die Beigeordnete für Kultur und Tourismus Annekatrin Klepsch.

„Das Jahr 2020 war ein herausforderndes – nicht nur für die Städtischen Bibliotheken Dresden. Wie die meisten Einrichtungen der Stadt mussten wir auf Grund der Corona-Pandemie mit Einschränkungen und Schließungen kämpfen. Wir nutzten die Zeit, an die Situation angepasst neue Angebote zu entwickeln, um trotzdem für unsere Nutzerinnen da zu sein. Der Teamgeist der Mitarbeiterinnen ist an den Aufgaben des vergangenen Jahres gewachsen. Alle haben mit angepackt, um die Herausforderungen zu meistern. Wie wichtig die digitale Medienwelt in Zeiten von Kontaktbeschränkungen ist, haben wir in den letzten Monaten, in denen der Zugriff auf analoge Medien nur eingeschränkt möglich bzw. ganz unmöglich war, gespürt.

Mit einer außerordentlichen Aufstockung der eBibo, unserer virtuellen Zweigbibliothek, haben wir zeitnah reagiert und konnten die Bestände der steigenden Nachfrage anpassen. Die außergewöhnlich intensive und professionelle Arbeit des e-Bibo-Teams wird deshalb in diesem Jahr mit der Verleihung des Titels „Bibliothek des Jahres 2020“ gewürdigt.

Medienbestände der Bibo aufgestockt

Roman Rabe, Bibliothekarischer Fachdirektor der Städtischen Bibliotheken, sprach zu einer ersten Bilanz des Jahres 2020 und würdigte die Leistungen der eBibo. Ab dem ersten Lockdown wurden die Medienbestände der eBibo über Plan aufgestockt (+ 24,3 %), weil eine deutlich wachsende Nachfrage erwartet werden konnte. Die Nutzerinnen honorierten das Angebot mit enorm steigenden Entleihungs- und Streamingzahlen. Selbst im Monat Juni, als die Ausleihe in stationären Bibliotheken bereits wieder weitgehend einschränkungsfrei lief, lag die Entleihungszahl der eBibo immer noch 47 Prozent höher als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Insgesamt zehn Wochen Bibliotheksschließung und diverse Begrenzungen der Zugänglichkeit zu den stationären Bibliotheken führten zu Rückgängen bei den Entleihungen. Dass sich die Verluste in Grenzen hielten, lag sowohl an einer guten Ausgangssituation (Ende Februar standen die Entleihungen in den stationären Bibliotheken gegenüber dem Vorjahr mit 1,6 % im Plus) als auch an dem schnell organisierten Lieferdienst „BiboModern“ während des Lockdowns. Erfreulicherweise nahm die Inanspruchnahme von Bibliotheksdienstleistungen außerdem mit jedem Schritt zu mehr Öffnung der Bibliotheken im Sommer schnell wieder zu.

Besucherzahlen deutlich zurückgegangen

Auf die Besucherstatistik wirkten sich die Begrenzung der Personenzahl in den stationären Bibliotheken und die Vorsicht der Benutzerinnen naturgemäß deutlicher aus als auf die Entleihungen. Eine Ausnahme bei allen Entwicklungen stellt die Bibliothek Südvorstadt dar. Dank der Unterstützung durch den Stadtbezirksbeirat Plauen konnten hier trotz Haushaltsperre die zusätzlichen fachpersonalfreien Öffnungszeiten nach kurzer Unterbrechung bis zum Jahresende fortgesetzt werden. Das Bibo-7/10-Konzept und die Attraktivität des 2019 bezogenen neuen Standortes führten zu wachsenden Besucher- und Entleihungszahlen (+ 8,8 bzw. + 4,8 Prozent).

Erste Bilanz zum Corona-Jahr 2020:

Besuche 1.154.584 – 32,2 Prozent
Visits Websites 1.953.572 – 13,8 Prozent
Aktive Nutzer 69.638 – 13,5 Prozent
Neuanmeldungen 9.471 – 39,5 Prozent
Entleihungen 4.518.273 – 16,6 Prozent
davon virtuell 401.175 + 30,7 Prozent
Nutzungen digitaler Dienstleistungen 242.533 + 175,5 Prozent
Medien 761.408 + 0,1 Prozent
Zeitschriften-Abonnements 1.478 + 2,5 Prozent
Aktualisierungsrate 8,7–9,6 Prozent
Veranstaltungen/Führungen 2.752 – 58,7 Prozent
Kosten (Angabe vorläufig) 15.007.922 Euro–0,1 Prozent
Erlöse (Angabe vorläufig) 1.074.862 Euro – 13,1 Prozent
Kostendeckungsgrad (Angabe vorläufig) 7,2–13 Prozent

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