3D-Ansicht zeigt archäologische Ausgrabungen am Ferdinandplatz

Foto: Stadt Dresden

Eine 3D-Ansicht der Stadt Dresden zeigt die archäologischen Ausgrabungen am Ferdinandplatz.

In den vergangenen Wochen hat sich auf der Baustelle für das Neue Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz viel getan. Um die Veränderungen festzuhalten, hat das Amt für Geodaten und Kataster das Areal während der archäologischen Ausgrabungen mit einem terrestrischen Laserscanner vermessen. Mit dem Laserscanner wird das Gelände Punkt für Punkt millimetergenau abgetastet. Es entstehen geometrische Informationen über das Gelände, aus denen im Nachgang dreidimensionale Objekte geformt werden können. So haben die Fachleute eine 3D-Oberfläche, das so genannte Mesh, gebildet und mit den Luftbildern eingefärbt.

Dazu wurden mit einer Drohne hochaufgelöste Luftbilder aufgenommen. Damit ist der Ausgrabungstand für die Zukunft genau festgehalten. Die so entstandene realistische Darstellung der archäologischen Ausgrabungen am Ferdinandplatz kann über eine frei zugängliche Anwendung über den Webbrowser betrachtet werden. Zu sehen ist die Anwendung über folgenden Link: https://arcg.is/1WHOvn (Weitere Informationen und eine Kurzanleitung zur Bedienung befinden sich auf der Seite. Zur Nutzung der Anwendung wird der Browser Microsoft Edge empfohlen.) Amtsleiterin Klara Töpfer vom Amt für Geodaten und Kataster: „Mit dem terrestrischen Laserscanner und der Drohne kann unser Amt die Ausgrabungen auch für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dresden sichtbar machen und für die Zukunft dokumentieren. Unsere motivierten Mitarbeiter erheben mit modernen Technologien Geodaten und können so andere Ämter der Stadt tatkräftig bei Projekten unterstützen.“

Im Amt für Geodaten und Kataster wird der terrestrische Laserscanner für Projekte der Überwachungsmessung, der Gebäudemessung oder auch bei der Erstellung von Lage- und Höhenplänen eingesetzt. Die letzten Einsätze in der Stadtverwaltung waren unter anderem die Aufnahme des Neptunbrunnens in der Friedrichstadt oder ein Komplettaufmaß des Kulturzentrums Scheune in der Neustadt. Drohnenbefliegungen fanden zudem in den letzten Monaten am Postplatz und am Neumarkt statt.

Wie sehen die nächsten Schritte am Ferdinandplatz aus?

In der Baugrube wurden die Altbebauung und die alten Kellerfußböden zu großen Teilen beräumt. Aktuell erfolgt die Sicherung der Fernwärmebauwerke an der Waisenhausstraße mittels einer Bohrpfahlwand. Ein altes, nicht mehr in Betrieb befindliches Fernwärmebauwerk wird zum Teil abgebrochen und zum Teil verfüllt. Dieses Bauwerk muss gesichert werden, damit es nicht in die Baugrube abrutscht. Anschließend muss noch tiefer gegraben werden. Als Erdreich steht der für die Region typische Auelehm an, der jedoch für das Gebäude nicht tragfähig ist und deshalb ausgetauscht werden muss. Die Maßnahmen sind voraussichtlich im Mai 2021 abgeschlossen.

Ab Juli bis Dezember 2021 wird für die Baugrube ein umlaufender Holzbohlenverbau errichtet und die Wasserhaltung für die Absenkung des Grundwassers auf etwa neun Meter unter der jetzigen Geländeoberkante eingerichtet. Ab 2022 können die Betonarbeiten für das Gebäude beginnen. Das Neue Verwaltungszentrum wird bis 2025 bezugsfertig sein.

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