Heimsieg für Dresdens Basketballer!

Foto: Dresden Titans/Archiv

Die Dresden Titans gewinnen im Viertelfinalauftakt gegen die EN Baskets Schwelm mit 68:66 (16:18, 19:15, 16:27, 17:6) | Es ist der vierte Playoff-Sieg in Folge für Dresdens Basketballer.

Nach langersehnter Wartezeit zauberten die Dresden Titans zum Auftakt in ihre Viertelfinalrunde das bisher dramatischste Spiel der Saison auf den Hallenboden der Margon Arena! Mit 68:66 konnten sich die „Titanen“ gegen die EN Baskets Schwelm durchsetzen und damit einen ersten, wichtigen Schritt Richtung Halbfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB gehen.

Dabei sah es in der zweiten Halbzeit lange nach einer herben Enttäuschung für die Dresdner aus, die zwischenzeitlich schon zweistellig gegen exzellent agierende Schwelmer zurücklagen. Doch dann warfen die Elberiesen in den finalen vier Minuten noch einmal alles in die Waagschale und drehten mit einem 13:1-Lauf die Partie. D

en entscheidenden Dreier zur Führung versenkte Sebastian Heck 30 Sekunden vor dem Abpfiff eiskalt aus sieben Metern und brachte trotz fehlendem Publikum die Halle zum Beben. Nun warten in den nächsten sechs Tagen noch zwei weitere Begegnungen (Donnerstag zuhause gegen die Sixers, Samstag auswärts gegen Itzehoe) auf Dresdens Korbjäger.

Das Spiel

Erwartungsgemäß war beiden Teams die mehrwöchige Spielpause vor allem in der Anfangsphase anzumerken. Es bedurfte einiger Airballs und Ballverluste (zusammen 13 Turnover!), ehe die Mannschaften den gröbsten Rost abschütteln konnten. Durch gutes Fastbreak-Spiel und einen sehr aktiven Georg Voigtmann an den Brettern, gelang dies den Titans zunächst besser als den Gästen. Voigtmann legte in den ersten 10 Minuten gleich acht Zähler auf. Aber die Gäste meldeten sich über Energiebündel Montrael Scott (ebenfalls acht Punkte) sowie über zwei Dreier durch Marco Hollersbacher und Milen Zahariev zurück, holten sogar die 16:18-Führung. Doch Dresden spielte fortwährend seine Größenvorteile über Voigtmann und Max von der Wippel am Brett und beim Rebound besser aus. Auch Eigengewächs Georg Kupke lieferte wichtige Impulse von der Bank und als Lenny Larysz endlich seinen ersten Dreier treffen konnte, war das Momentum klar auf Seiten der Gastgeber.

Baskets-Trainer Falk Möller bat zur Auszeit und tatsächlich berappelten sich die Gäste blitzschnell über Scott und Zahariev, die über ihre Wurfgenauigkeit die Führung zurückholten. Zwischen Zahariev und Larysz entwickelte sich gar ein kleines Privatduell, bei dem sich beide Dreier ins Gesicht drückten. Dank zwei Freiwurftreffern am Ende, behielten die Titans um Larysz zur Halbzeit mit 35:33 indes die Oberhand.

Nach der Unterbrechung sorgte Zahariev dann mit seinem dritten Dreier sofort wieder für Spannung. Doch Bryan Nießen antwortete beherzt mit wichtigen Korblegern nach mutigen Drives und Cuts, zudem verteidigte das Titans-Urgestein mit viel Herzblut gegen Scott und hielt die Blau-Weißen mit 10 Punkten im dritten Viertel im Spiel. Leider traf in dieser schwierigen Phase kein anderer Titan den Korb, während für Schwelm neben Scott und Zahariev auch Hollersbacher Zähler auflegte. So bauten die erfahrenen EN Baskets Stück für Stück ihren Vorsprung aus. Zahariev traf dann noch einen schwierigen Notwurf im Rückwärtsfallen und verschuf den Gästen eine komfortable 51:60-Führung vor dem vierten Viertel. Den Schlussabschnitt eröffnete Larysz mit einem Layup, während die Gäste über vier Minuten ohne Punkt blieben.

Unglücklicherweise lief auch bei Dresden offensiv fast nichts zusammen, weshalb die Dürreperiode Schwelms ungenutzt verstrich. Anschließend erhöhten die Baskets in der 37. Minute über Scott und Hollersbacher auf 53:64 und die Partie wirkte schon vorentschieden. Aber dann zündeten die „Titanen“ über einen Dreier Voigtmanns noch einmal den ganz späten Turbo. Ein krachender Dunk Arne Wendlers brachte die dringend benötigte Energie zurück und Möller griff beim Stand von 60:65 zum Timeout.

Aber die Titans drückten weiter, verkürzten über Nießen erneut. Als Larysz schließlich trotz Fouls auf 65:66 stellte, schien eine Minute vor Ultimo wieder alles möglich. Und Heck lieferte mit einem Wahnsinns-Dreier genau diesen Moment, brachte 30 Sekunden vor dem Abpfiff die langersehnte Führung zurück, welche die Titans auch bis zum Ende verteidigten. Damit war der fantastische 68:66-Comeback-Heimsieg perfekt!

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