Revanche geglückt – Dresden Monarchs erkämpfen ersten Punktspiel-Sieg 2021

Nach ihrem Sieg über die Kölner Krokodile waren die Monarchs in Feierlaune. Das bleibt hoffentlich für dem Rest der Hauptrunde so. Foto: EKG
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In ihrem ersten Heimspiel der GFL-Saison gewannen die Sachsen gegen die Cologne Crocodiles mit 54:34.

Was für ein herrlicher Nachmittag. Dresden, Heinz-Field, Football. Und Fans im Stadion! Dank aktuell gelockerter Regelungen und einem strengen Hygienekonzept konnten zum ersten Mal in diesem Jahr gut 1.400 Fans ein Footballspiel in Dresden besuchen. Und was für eines! Das Hinspiel vor einer Woche hatte eine Menge Erwartungen geweckt.

Der 48:41 Triumph der Kölner war ein Spektakel. Offener Schlagabtausch, jede Menge Punkte. Vor allem waren die Monarchs heiß auf eine Revanche. Und Dresden begann das Rückspiel mit Druck und Willen. Erste Veränderung zum Hinspiel: ein verstärkter Einsatz der Runningbacks. Gerade Dresdens Yazan Nasser wusste in den ersten Minuten schnell zu überzeugen. Dagegen sorgte das Passspiel kurz für einen Schreckmoment: der dritte Pass von Quarterback KJ Carter-Samuels wurde von Köln abgefangen und zum Touchdown getragen. Ein Kölner Foul machte diesen Spielzug allerdings ungültig. Und Carter-Samuels machte es wenig später besser: Touchdownpass auf Darrell Stewart und Dresden lag 7:0 vorn (PAT Florian Finke). Dresden hatte jetzt richtig Schwung, die Gäste dagegen schienen verunsichert. Wenig später der zweite Monarchs-Touchdown: nach einer Interception durch Dresden holte Radim Kalous die nächsten Punkte (PAT Finke 14:0). Zu Beginn des zweiten Viertels konnte Finke durch ein Fieldgoal auf 17:0 erhöhen. Köln kam wenig später ebenso durch ein Fieldgoal zu ersten Punkten (Janek Mensching 17:3). Kurz vor der Pause war es wieder Finke, der mit starkem Kick zum 20:3 Halbzeitstand einschoss.

Das war bis dahin eine beeindruckende Vorstellung der Monarchs. Und in einigen Bereichen deutlich besser als beim Hinspiel vor einer Woche. Dresdens Offense wirkte konzentrierter, ausbalancierter. Der verstärkte Fokus auf das im Hinspiel kaum existente Laufspiel stellte Kölns Verteidigung vor Probleme. Und Dresdens Defense ließ Kölns Angriff keine Ruhe, verhinderte Bigplays und konnte mit lediglich einem zugelassenen Fieldgoal zufrieden sein. Dass Köln damit aber noch lange nicht geschlagen war, wurde allen Beobachtern sofort nach Wiederanpfiff klar: gleich der erste Pass von Kölns Christian Strong war ein Zauberwurf über 70 Yard auf den völlig freistehenden Markell Castle. Touchdown Köln, Zusatzpunkt Mensching und es stand 20:10! Ein Paukenschlag und die Fanfare für einen offenen Schlagabtausch über das komplette dritte Viertel hinweg. Dresden war nur kurz erschrocken und konterte schnell: erneut Radim Kalous mit einem schönen Chatch nach Pass von Carter-Samuels zum 27:10. Köln legte nach – wieder über Castle zum 27:16. Den Zusatzpunkt zum 27:17 konnte Dresden verhindern. Dann der nächste Auftritt von Darrell Stewart. Beim Kickoff übergab ihm Charles Oliver den Ball, Stewart setzte zum Tanz an, umkurvte etliche Kölner und lief die letzten Schritte zum nächsten Touchdown (PAT Finke 34:16). Dresden agierte weiter mit Druck. Diesmal war es Florian zur Nieden, der einen Pass der Kölner abfing und so Dresdens Angriff die nächste Chance auf Punkte lieferte. Die ließ sich Carter-Samuels nicht nehmen und bediente in der buchstäblich letzten Sekunde des dritten Viertels erneut Stewart zum 41:16. Das war spektakulärer Football von beiden Seiten! Auch wenn Dresden scheinbar deutlich führte, war die Partie zu diesem Zeitpunkt keineswegs entschieden. Weder gab Köln auf, noch war Dresden müde oder satt. Und so wurde munter weitergepunktet. Zunächst der erneute Anschluss durch Köln: Wieder Markell Castle nach Pass von Christian Strong. Nach dem Touchdown wollte Köln dann den zuvor ausgelassenen Zusatzpunkt über eine Conversion wieder reinholen. Das aber wusste Dresden zu verhindern. Zwischenstand 41:22. Auf den Rängen des Dresdner Heinz-Field fing unterdessen das Rechnen an. Gewinnen wäre nach der Auftaktniederlage schon mal schön. Konnte man die Kölner aber auch noch mit mehr als sieben Punkten auf Abstand halten, hätte Dresden auch den direkten Vergleich final für sich entschieden. Also hieß das: möglichst weiter selber punkten und Köln bremsen. Alles Theorie, die natürlich auch dem Gegner bewusst war. Und so blieb es weiter spannend und offen. Köln wehrte sich, ging mehrmals vierte Versuche, um nötige Firstdowns zu erringen. Doch Dresden hielt gegen und baute die Führung aus: Stewart mit dem nächsten Touchdown, nachdem Kalous mit einer sehenswerten Aktion den Ball bis kurz vor die Kölner Endzone tragen konnte (PAT Finke nicht gut 47:22). Köln antwortete mit einem guten Drive, kämpfte aber schon vergeblich gegen die Uhr. Dennoch der erneute Touchdown knapp zwei Minuten vor dem Ende: Erik-Junior Hiernaux, auch hier klappte die anschließende Conversion nicht: 47:28. Weniger als zwei Minuten noch zu spielen: ausreichend Zeit für jeweils einen weiteren Touchdown. Dresden legte wieder vor: Robin Wilzeck zum 54:28. Und Markell Castle mit dem Schlusspunkt zum 54:34. Ende!

Dresden hat damit beeindruckend auf die Auftaktniederlage geantwortet. Sicher lief auch an diesem, teilweise verregneten Samstag im Heinz-Field nicht alles rund. Aber Ergebnis und Einstellung stimmten. Das ist auch nötig, stehen die Monarchs jetzt zunächst vor zwei schweren Auswärtsaufgaben. Hintereinander geht es in den nächsten Wochen zum Titelverteidiger Braunschweig und Ligakonkurrent Potsdam. Erst am 10. Juli wird dann wieder in Dresden gespielt. Dann zu Gast: die Berlin Rebels.

Weitere Infos: www.dresden-monarchs.de

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