Wie die digitale Zukunft weiblicher wird

Wie die digitale Zukunft weiblicher wird
Der ZEISS Women Award wird seit 2011 verliehen. // Foto: PR

Der ZEISS Women Award 2021 wurde in dieser Woche in Dresden verliehen.

Er will ein Plädoyer für mehr Frauen in der Digitalbranche sein und ist inzwischen selbst zur Erfolgsgeschichte geworden – der ZEISS Women Award. In dieser Woche wurde er in Dresden verliehen – an drei Informatik-Studentinnen aus ganz Deutschland. Den ersten Platz belegte Corina Hampel. Sie studiert Informatik im Masterstudiengang an der Hochschule Aalen und hat sich auf das Thema IT-Sicherheit spezialisiert. In ihrer Masterarbeit erstellt sie ein Framework – einen Rahmen, der es Software-Entwicklern erleichtert, Sicherheitsrisiken beim Programmieren ihrer digitalen Lösungen effektiv zu detektieren. Auch im Ehrenamt ist sie als Informatikerin aktiv, zum Beispiel als Übungsleiterin an der Kinderuni Aalen. Der Blick über den beruflichen Tellerrand hin zu gesellschaftlichen, sozialen oder politischen Fragen fließt in die Bewertung der Bewerberinnen ein.

Mut zur Neuorientierung

Zweitplatzierte ist Houda El-Messari. Sie hat an der Technischen Universität Berlin studiert und ihren Master of Science „Computational Engineering Science“ abgeschlossen. Über den dritten Platz freut sich Drishti Maharjan. Sie stammt aus Nepal, hat an der Jacobs University Bremen studiert und gerade ihre Bachelorarbeit eingereicht.

Außerdem wurde ein Sonderpreis vergeben. Sarah-Lee Mendenhall, Master of Science an der HTW Berlin, beeindruckte die Jury mit einer ganz besonderen Leistung. Die junge Mutter hatte nach einer Ausbildung zur Arzthelferin den Mut, sich komplett neu zu orientieren.

Mit dem ZEISS Women Award will die Firma die vielfältigen Karrierechancen für Frauen in der Digitalbranche in den Blickpunkt rücken. Aktuell liegt der Frauenanteil in der Belegschaft des weltweit agierenden Technologieunternehmens je nach Land zwischen 30 und 35 Prozent.

Plattform für junge Frauen

Das spiegelt den allgemeinen Trend bei den Absolventinnen der MINT-Studiengänge wider. Das Unternehmen hat es sich daher zum Ziel gesetzt, Frauen im Unternehmen durch eine familienfreundliche, systematische Personalpolitik zu fördern und auch extern zum Beispiel durch Kooperationen mit Hochschulen dafür zu sorgen, dass sich mehr Mädchen und Frauen für MINT-Berufe und damit auch für die Informatik interessieren. „Der ZEISS Women Award ist eine wichtige Plattform, der den Blick auf talentierte Informatikerinnen richtet – und auf diese Weise Vorbilder für den Nachwuchs schafft. Mit Veranstaltungen wie dieser sowie weiteren Aktionen zur MINT-Förderung wollen wir bei ZEISS einen Beitrag leisten, die Neugier auf MINT Fächer bei allen Kindern und Jugendlichen zu entfachen“, sagt Matthias Gohl, Leiter der ZEISS Digital Partners.

Der Preis hat bereits Tradition. Er wurde 2011 zunächst als „Woman Award“ durch das Dresdner IT-Unternehmen Saxonia Systems AG ins Leben gerufen, das heute zur ZEISS Gruppe gehört. Schirmherrin ist Elke Büdenbender.

Der ZEISS Woman Award Preis wurde in ganz Deutschland ausgelobt. Bewerben konnten sich Studentinnen der Informatik, Wirtschaftsinformatik oder eines vergleichbaren Studienganges.

Rekord-Bewerberzahl

Die diesjährige Zahl von 98 Bewerbungen aus ganz Deutschland ist ein Rekord, letztes Jahr waren es 42. Der 1. Platz des ZEISS Women Awards ist mit einer Ehrung und 2.000 Euro dotiert. Der zweite und dritte Platz sowie der Sonderpreis sind ebenfalls mit Preisgeldern verbunden.

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