Dresdner Kultureinrichtungen bekennen sich zum Klimaschutz

Dresdner Kultureinrichtungen bekennen sich zum Klimaschutz
Viele Dresdner Kultureinrichtungen bekennen sich zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. // Foto: Pixabay

Die Leiterinnen und Leiter von zwölf Dresdner Kultureinrichtungen haben am Donnerstag, den 13. Januar 2022, die „Dresdner Charta für Nachhaltigkeit im Kultursektor“ unterzeichnet.

Damit bekennen sie sich zu mehr Klimaschutz und dem Ziel, den Dresdner Kultursektor nachhaltig auszurichten. Konkret verpflichten sich die Unterzeichnenden zum gewissenhaften Umgang mit ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Ressourcen in den Aktionsfeldern „Beschaffung und Ressourcenmanagement“, „Mobilität“, „Gebäudetechnik und Energie“, „Mitarbeiterförderung und -zufriedenheit“ sowie „Kommunikation“.  

Folgende Einrichtungen beteiligen sich am Projekt: Dresdner Musikfestspiele, Dresdner Philharmonie, Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Staatsoperette Dresden, Zentralbibliothek der Städtischen Bibliotheken Dresden. Weitere Kultureinrichtungen: Deutsches Hygiene-Museum Dresden, Eigenbetrieb Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Museen der Stadt Dresden, Societaetstheater Dresden, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, tjg. theater junge generation, Verkehrsmuseum Dresden.

Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch betont: „Kultureinrichtungen sind Resonanzräume für Diskurse und Seismograf des Wandels. Nachhaltige Entwicklung wird durch einen kulturellen Wandel erst möglich gemacht. Es ist insofern alternativlos, dass Kulturinstitutionen ihren Beitrag dazu leisten. Aufgrund ihrer künstlerisch-reflexiven Perspektive und ihrer Reichweite in der Gesellschaft ist die Kultur prädestiniert, die begonnene Transformation positiv zu begleiten. “

Mit dem Bekenntnis zur Charta verbindet sich der Aufruf an alle Dresdner Kultureinrichtungen und Akteure in Kunst und Kultur, sich der Charta anzuschließen und eigene Nachhaltigkeitsanstrengungen zu unternehmen. Das Amt für Kultur und Denkmalpflege wird im Rahmen von „Culture Connect“ den Erfahrungsaustausch zu Strategien der Nachhaltigkeit für Kulturbetriebe in Dresden fortsetzen, um auch die Freie Szene und Träger nichtkommunaler Kultureinrichtungen einzubeziehen. Bereits 2021 ist die Landeshauptstadt Dresden als eine der ersten Städte bundesweit dem neugegründeten „Aktionsnetzwerk Nachhaltigkeit in Kultur und Medien“ für den Kultursektor beigetreten und hat ihren Prozess im Deutschen Städtetag und im Deutschen Bühnenverein vorgestellt.

Pilotprojekt „Culture for Future“

Entwickelt wurde die Charta im Rahmen des Pilotprojekts „Culture for Future“. In dem Projekt wurden Nachhaltigkeitsstrategien für fünf Dresdner Kulturbetriebe erarbeitet: Staatsoperette Dresden, Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Zentralbibliothek der Städtischen Bibliotheken Dresden, Dresdner Musikfestspiele und Dresdner Philharmonie. An die jeweilige Einrichtung angepasste Maßnahmen und Herangehensweisen dienen als Beispiele für weitere interessierte Kulturbetriebe.

Die einzelnen Fallstudien sowie den Praxisbericht können Sie unter www.dresden.de/de/kultur/nachhaltigkeit einsehen. Ein zusätzlicher Praxisleitfaden gibt Hinweise, wie Nachhaltigkeit als Leitbild in der eigenen Kultureinrichtung verankert und durch einen Prozess vorangetrieben werden kann. Initiiert wurde „Culture for Future“ vom Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden in Kooperation mit dem Umweltzentrum Dresden. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung förderte den Prozess.

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