Fähre Niederpoyritz außer Betrieb

Fähranleger Niederpoyritz: Hier finden Schwalben jetzt neue Brutplätze für Schwalben unterhalb des Steges zum Schwimmanleger in Kleinschachwitz. Foto: DVB

Grund sind Reparaturarbeiten, die ab heute (21. März) bis 1. April anstehen. Auch an Schwalben-Wohnungen wird gedacht

Zunächst werden ab heute (21. März) die beiden Fähranleger in Tolkewitz und Niederpoyritz sowie die Landungsbrücken per Kran aus dem Wasser gehoben und in die Buswerkstatt nach Gruna gebracht.

Dort starten die Unterhaltsarbeiten an den Pontons. Vor allem Rost innerhalb und außerhalb der Schwimmkörper muss beseitigt werden.. Nach dem Sandstrahlen erhalten die Teile einen neuen Anstrich.

Wichtigster Bestandteil der Arbeiten ist die Messung der Bodenplattenstärke. Ähnlich wie bei den Fährschiffen muss die Außenhaut der Anleger aus Sicherheitsgründen eine Mindeststärke aufweisen und ist Voraussetzung für die erneute Erteilung der Betriebserlaubnis durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA). Diese dem TÜV bei Autos vergleichbare Prüfung ist alle sechs Jahre fällig.

Nach Abschluss der Instandsetzung werden die Anleger wieder zur Fährstelle transportiert und ins Wasser gehoben. Vor der Wiederinbetriebnahme prüfen Elektriker noch die korrekte Funktion der Beleuchtungseinrichtungen am Steg. Insgesamt investieren die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) rund 23.000 Euro. Der überwiegende Teil der Arbeiten wird durch eigene Fachleute durchgeführt, so dass es sich beim angegebenen Betrag zumeist um Materialkosten und Aufwendungen für den Kraneinsatz handelt. Während der Betriebspause wird das Fährschiff aus Niederporitz mit am Schwimmsteg in Kleinzschachwitz festgemacht.

Schwalben können kommen

Im vergangenen Jahr mussten die Landeklappen der Autofähre in Kleinzschachwitz aus Gründen der Betriebssicherheit verschlossen werden. Diese Landeklappen befinden sich auf beiden Seiten der Autofähre. Sie werden beim Anlegen einfach auf den Steg geklappt und stellen durch Einrasten zweier dicker Metallstifte eine feste Verbindung zum Anleger her.

Unter den Landeklappen hatten bis letzten Sommer Schwalben gebrütet. Teilweise mehrmals im Jahr. Sie ließen sich auch durch die Geräusche oder Bewegungen der Autofähre nicht stören.

Nach dem Umbau ist das nun nicht mehr möglich. Doch eine neue Brutmöglichkeit ist bereits gefunden: Unter der Landungsbrücke des Schwimmanlegers der Personenfähre haben die Techniker letzte Woche lange waagerechte Metallplatten angeschweißt. Gerade rechtzeitig zur neuen Brutsaison stehen nun deutlich mehr passende Nistplätze für die geschützten Vögel zur Verfügung, als das vorher an der Autofähre der Fall war. Die Schwalben können also kommen. 

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