Dresdner Schriftsteller Thomas Rosenlöcher verstorben

Am Mittwochfrüh ist der Dichter Thomas Rosenlöcher nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. // Foto: Daniel Förster

Am Morgen des 13. April 2022, verstarb der Schriftsteller Thomas Rosenlöcher nach schwerer Krankheit an seinem Wohnort Kreischa unweit der Landeshauptstadt Dresden.

Thomas Rosenlöcher wurde in Dresden geboren und studierte ab 1976 am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Als Lyriker und als Tagebuch-Autor der der 80er- und 90er Jahre begeisterte er ein breites Publikum für Literatur. Zu Rosenlöchers bekanntesten Arbeiten gehören das Wendetagebuch „Die verkauften Pflastersteine“ und der Band „Ostgezeter“. Neben Gedicht- und Prosabänden veröffentlichte er auch Kinderbücher. 2010 war er Stadtschreiber von Bergen-Enkheim. Bekannt war er auch für seine Naturbeschreibungen. „In seinen Beschreibungen der Natur fordert er mit einem scharfen ironischen Ton den Leser zu wachsamen Beobachtungen und aktivem politischem Denken heraus“, lobte seinerzeit die Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim.

„Der Tod von Thomas Rosenlöcher ist ein unerwarteter und trauriger Verlust für die deutschsprachige Literatur und die Kulturstadt Dresden. Thomas Rosenlöcher war ein Mensch mit Rückgrat und politischer Haltung und ein Autor mit sensibler Ironie. Mit seinen Lyrikbänden und den Tagebüchern bereicherte er wiederholt als feinsinnig humorvoller wie empathischer Beobachter die Literaturszene. Als lyrischer wie prosaischer Chronist der politischen Umwälzungen 1989/90 und der Transformationsprozesse im Osten und Westen Deutschlands verwandelte er Stimmungslagen und Empfindungen seiner Zeitgenossen in Literatur und Kunstwerke der Sprache. Wir werden Thomas Rosenlöcher in unseren Herzen und Gedanken bewahren“, so die Zweite Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur und Tourismus, Annekatrin Klepsch.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.