Großes Kommen und Gehen bei Dynamo Dresden

Dynamo Dresden
Foto: SG Dynamo Dresden/Archiv

Bei Dynamo Dresden gibt es gegenwärtig einen gewaltigen Kaderumbruch.

Nach gerade mal einem Jahr ist Dynamo Dresden zurück in der 3. Liga – und steht nun vor einem Umbruch. Nach (vorerst) drei Neuverpflichtungen haben die Dresdner in dieser Woche insgesamt 17 Spieler offiziell verabschiedet. Nach dem Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga waren von vielen Akteuren die Verträge ausgelaufen. Es ist wohl nicht ausgeschlossen, dass der eine oder andere Spieler, der verabschiedet wurde, bald wieder als „Neuzugang“ begrüßt wird. Nämlich dann, wenn sich Spieler und Verein auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit einigen können.

Nicht zu halten sind Top-Torjäger Christoph Daferner (steht beim 1. FC Köln, St. Pauli und Nürnberg auf Liste) sowie Ransford Königsdörffer (wird mit dem 1. FC Köln und dem HSV in Verbindung gebracht). Auch Kevin Broll, Tim Knipping, Michael Sollbauer sowie Panagiotis Vlachodimos werden sich wohl anderweitig umschauen. Wer bleibt nun vom „alten“ Team noch übrig? Mit Oliver Batista Meier, Patrick Weihrauch, Luca Herrmann, Julius Kade und Morris Schröter wird die Sportgemeinschaft wohl weitermachen, zumal sie jeweils noch gültige Arbeitspapiere besitzen. Für Schröter soll sich allerdings Aufsteiger 1. FC Magdeburg interessieren. Der verletzte Ex-Kapitän Sebastian Mai (Vertrag bis 2022) will bleiben, während die Zukunft von Robin Becker, Anton Mitryushkin (beide 2022), Brandon Borrello, Paul Will und Michael Akoto (alle 2023) noch offen ist. Zudem kehren die ausgeliehenen Phil Harres (SSV Ulm), Jongmin Seo (Wacker Innsbruck), Jonas Kühn (Sonnenhof Großaspach) und Max Kulke (ZFC Meuselwitz) zurück. Ob sie in den Planungen eine Rolle spielen, ist aber noch offen.

Den ganzen Abgängen stehen bisher drei Neuverpflichtungen entgegen: Mit Stefan Kutschke (FC Ingolstadt), Jan Shcherbakovski (Hallescher FC) und Claudio Kammerknecht (SC Freiburg II) stehen bereits drei Neue fest.

Keine Frage, dass im Dynamoland derzeit die Spekulationen über die weiteren Neu-Dynamos kräftig sprießen und vor allem die Frage, wer der neue Trainer werden soll die Stammtisch-Diskussion bewegt.

Ekki’s Intermezzo: Alles zurück auf Null

Dynamos „Fahrstuhl“ hat sich also wieder mal in Bewegung gesetzt. Diesmal ging’s erneut nach unten. Ein Umstand, den lange Zeit selbst die größten Pessimisten nicht vorausgesehen hatten. Der Traum, endlich in Liga zwei Fuß zu fassen, sich dort zu etablieren, ist geplatzt, der nächste Neuanfang steht an. Die logische Folge ist ein riesiges Gehen und ein (vorerst) kleines Kommen von Spielern. Ähnliches passierte ja schon nach dem Abstieg vor zwei Jahren.

Auch damals verließen 17 Spieler der Zweitliga-Mannschaft den Verein. Die damals neu formierte Drittliga-Mannschaft erwies sich als Volltreffer, konnte den sofortigen Wiederaufstieg ermöglichen. Nun ein komplett neues Team zusammenzustellen, wird allerdings nicht einfach sein. Baustellen gibt es vor allem in der Defensive. Mit Kevin Broll, Anton Mitryushkin, Patrick Wiegers und Marius Liesegang sind gleich vier Torhüter weg, ebenso stehen (vorerst) mit Kevin Ehlers, Sebastian Mai und Michael Sollbauer auch drei Innenverteidiger nicht mehr zur Verfügung. Dazu kommt Chris Löwe als vierter Abwehrspieler.

Dynamos sportliche Leitung sollte deshalb alle Möglichkeiten ausschöpfen, um vielleicht den einen oder anderen Abgang noch zum Umdenken und zum Bleiben umzustimmen. Gut möglich, aus der „Scheidung“ nur eine kurze Trennung zu machen.

EKKI GARTEN

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