Extremer Starkregen: Was würde passieren?

Starkregen
Symbolfoto: pixabay

Umweltamt Dresden legt neue Online-Karten für mögliche Gefährdung bei Starkregen vor

Was kann passieren, wenn es in Dresden so extrem regnen würde wie vor einem Jahr im Ahrtal? Wäre dann mein Haus oder meine Wohnung gefährdet? Welche Straßen können überflutet sein?

Zu diesen Fragen geben zwei neue Karten des Umweltamtes Orientierung. Sie informieren zu Fließgeschwindigkeiten und Wassertiefen bei extremem Starkregen und sind ab sofort online im Themenstadtplan https://stadtplan.dresden.de/ abrufbar im Themenfeld Umwelt, Rubrik „Hochwasser & Starkregen“.

„Die Karten zeigen, in welchen Bereichen vorsorgend eine Auseinandersetzung mit Starkregengefahren notwendig ist“, sagt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen.

Wie wurden die Karten entwickelt?

Für die Dresdner Karten wurde ein Regen mit konstanter Intensität von insgesamt 180 Millimeter in sechs Stunden angenommen. Das entspricht der Niederschlagsmenge in der intensivsten Phase des extremen Unwetters im Ahrtal von Juli 2021. Mit dieser Menge wurde in einem hydrodynamischen Rechenmodell das gesamte Stadtgebiet überregnet. In das Modell wurden die Ausformungen des Geländes mit Höhen und Tiefen ebenso aufgenommen wie die Beschaffenheit des Bodens, Bebauung oder längere Strecken, auf denen Fließgewässer unter der Erde geführt werden (Verrohrungen).  Die Karte visualisiert nun die berechneten Daten zu Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten.

Warum ist Starkregen so gefährlich?

Bei extremen Niederschlägen kommen große Wassermengen in sehr kurzer Zeit auf. Das Wasser kann nicht mehr schnell genug versickern oder über das Kanalnetz und Gewässer abgeführt werden. An den Gewässern kommt es zu Hochwasser und Überflutungen, besonders an den kleinen Bächen und Rinnsalen. Zudem werden Kanäle überstaut und das Wasser fließt weit jenseits von Bachläufen quer durch die Stadt.



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