Wie Aktivismus eine Klimaschule bewegt

Klimaaktivismus
Klimaprotest in der Gemäldegalerie. Im August klebten sich hier zwei junge Leute an die Sixtinische Madonna. | Foto: Leon Heyde

Auch bei Fridays for Future wird kritisch über bestimmte Aktivitäten der Klimabewegung diskutiert.

Am 15. Dezember ist wieder Fridays for Future. Dann werden erneut viele junge Menschen für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gehen. Daran beteiligt sich auch die Christliche Schule Dresden als aktive Klimaschule. Eine Umfrage unter Schülern und Lehrern zu aktuellen Klimaprotesten zeigt, dass es hier durchaus verschiedene Eindrücke, Gefühle und Meinungen gibt.

Die beiden Lehrerinnen Ines Jacobs und Kim Winter sind sich beispielsweise einig, dass es wichtig sei, zu protestieren und auf die Veränderung des Klimas aufmerksam zu machen. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen. Einige Protestaktionen in der Vergangenheit hätten viele Menschen abgeschreckt. Ein solches Beispiel gibt es ja auch in Dresden, als sich im August zwei Vertreter der Gruppe „Letzte Generation“ in der Gemäldegalerie „Alte Meister“ mit Sekundenkleber an den Rahmen des Gemäldes „Sixtinische Madonna“ geklebt hatten. Der durch diese Aktion entstandene Schaden wird mit rund 4.000 Euro beziffert. Diese Aktion sorgte zwar für viel Aufmerksamkeit, andererseits macht diese Art des Protestes viele Menschen wütend. Auch eine Schülerin aus der achten Klasse sieht diese Demonstrationen zunehmend negativ. Sie ist der Auffassung, dass die Demonstrationen nicht viel bringen und es für sie persönlich bisher keinen Erfolg gab. Eine andere Schülerin, ebenfalls aus der achten Klasse, widerspricht: „Man sollte sich zuerst auf kleine und machbare Dinge konzentrieren, wie zum Beispiel ein plastikfreundliches Unternehmen zu unterstützen, anstatt sich zu große Ziele zu setzen.“ Dennoch ist auch sie der Meinung, dass Demonstrationen sehr wichtig sind.

Aus den zusammengetragenen Meinungen der Befragten wird deutlich, dass es viele Sichtweisen zu dieser Thematik gibt und jede davon berechtigt ist. In einem Punkt sind sich die Befragten jedoch einig, sie erhoffen sich mehr Aufmerksamkeit für eine Klimaveränderung.

ELLA KAHLS UND MIRIAM SCHOFFER


Im gemeinsamen Zeitungsprojekt von DAWO! und der Christlichen Schule Dresden gibt es ganz besondere Einblicke. 
Die gesamte Ausgabe können Sie entweder in der gedruckten Zeitung oder in unserer E-Paper-Ausgabe (abrufbar ab Samstag, dem 26. Novmber) lesen. Alle Artikel können Sie im Laufe der nächsten Tage auch unter dawo-dresden.de/schueler-in-der-dawo nachlesen.

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