Einfach swipen statt zu blättern?

Digitalisierung an der CSD
Eigene Technik mit in den Unterricht bringen? An der Christlichen Schule Dresden ist das nicht nur möglich, sondern in einigen Fällen sogar ausdrücklich erwünscht. | Foto: privat

Die Digitalisierung an der Christlichen Schule Dresden schreitet voran.

Videokonferenzen und digitale Gruppenräume zuhause gehören für Schüler nach dem Homeschooling hoffentlich der Vergangenheit an. Jetzt nach den Coronalockdowns bringt die Christliche Schule Dresden die Digitalisierung ins Klassenzimmer. Die Schule führt dabei das neue Konzept „Bring your own device“ ein. Dies bedeutet, dass Schüler ab der neunten Klasse ihre eigenen digitalen Geräte mit in den Unterricht bringen und sie auch nutzen können. Für die Schüler, welche sich kein eigenes Gerät leisten können, bietet die Schule Leihgeräte an. Sie dürfen dieses Gerät nachmittags mit nach Hause nehmen und auch da benutzen.

Wir befragten an unserer Schule Lehrer und Schüler zu dieser Thematik. Schüler, die mit diesem Konzept vertraut sind, können sich den Unterricht kaum noch ohne jegliche Technik vorstellen. Sie finden es angenehmer, ein iPad statt „Tausende“ von Büchern tragen zu müssen. Was zusätzlich auch natürlich noch Papier spart und der Abholzung entgegenwirkt. Außerdem können sie ihre Lehrer bei Fragen und Problemen schnell über Teams, einer Online-Plattform, erreichen. Negative Aspekte gegenüber der Technik werden eher zurückhaltend geäußert. „Einige Schüler lassen sich schneller ablenken und schauen sich Dinge an, die nicht zum Unterrichtsstoff gehören. Das Schul-WLAN ist häufig überlastet und natürlich gibt es auch andere Probleme mit der Technik“, meint eine Schülerin aus der zehnten Klasse. Zudem wünschen sie sich mehr Schulungen zum Thema Technik und besseres WLAN.

Lehrer finden digitale Technik absolut sinnvoll

Die Antworten der Lehrer fielen sehr positiv aus. Stefanie Oehme, eine Lehrerin an der Schule sagte: „Der Einsatz von digitalen und analogen Medien im Unterricht ist sinnvoll und zielführend. Interaktive Übungen können beispielsweise zur Grammatikwiederholung genutzt werden und gleichzeitig stellen Texte aus Büchern eine fundierte Grundlage für den Unterricht dar.“ Positive Aspekte waren für die Lehrer unter anderem, dass die Schüler schneller recherchieren können, flexibler den Unterricht gestalten, sich Lernvideos anschauen und einfacher Dateien miteinander teilen können.

Schüler müssen lernen, welche Gefahren lauern

Als negative Aspekte sahen Lehrkräfte und Schüler technische Fehler, zu viel Bildschirmzeit, Ablenkung und gefährliche Inhalte, auf welche Schüler gelangen könnten. Um diesen Gefahren vorzubeugen, wünschen sich die Lehrkräfte mehr Aufklärung für Schüler im Umgang mit digitalen Endgeräten, aber vor allem für sich selbst im Umgang mit Technik. Schüler und Lehrer beabsichtigen einen Unterricht mit digitalen Geräten, die das Lernen mit Büchern und Papier keineswegs ersetzen sollen, sondern viel mehr den Unterricht kreativer gestalten.

MARIT BARTH, MAJA FRITZSCHE, ILSE KREMLING


Im gemeinsamen Zeitungsprojekt von DAWO! und der Christlichen Schule Dresden gibt es ganz besondere Einblicke. 
Die gesamte Ausgabe können Sie entweder in der gedruckten Zeitung oder in unserer E-Paper-Ausgabe (abrufbar ab Samstag, dem 26. Novmber) lesen. Alle Artikel können Sie im Laufe der nächsten Tage auch unter dawo-dresden.de/schueler-in-der-dawo nachlesen.

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