Am Römischen Bad geht`s endlich weiter

Römisches Bad Schloss Albrechtsberg
Foto: Archiv/Ellger

Rund sechs Millionen wird die Sanierung des Römischen Bad am Schloss Albrechtsberg kosten. Zunächst stehen 1,5 Millionen bereit und der erste Bauabschnitt kann begonnen werden. An Baden ist hier allerdings nicht mehr zu denken.

Gebadet und geplanscht wird hier schon lange nicht mehr. Im Gegenteil: Das Römische Bad am Schloss Albrechtsberg bietet seit Jahrzehnten einen traurigen Anblick. An Brüstungen bröckelt Sandstein. Die Wände zerkratzt, die Mauern marode. Moos wuchert aus dem leeren Beckengrund. Der Säulengang ist zerkratzt. Die Sanierungsarbeiten, die 2011 begonnen worden waren, mussten 2013 unvollendet eingestellt werden, weil kein Geld mehr vorhanden war. 2012 musste das Areal sogar mit einem Bauzaun abgesperrt werden.
Doch nun gibt es eine erfreuliche Meldung: Die notwendigen Gelder stehen jetzt bereit. Der Freistaat Sachsen fördert das Projekt mit 500.000 Euro, die Stadt Dresden investiert eine Million Euro. Bis 2025 dauern die ersten Arbeiten an, bereits im März dieses jahres wird der Zugang von der Elbe geöffnet.

Foto von 1990: Damals war baden im Römischen Bad noch möglich. Foto: SZ/Waltraud Kossack


Welche Arbeiten umfasst der erste Bauabschnitt?

Zuerst wird am westlichen Portikus gearbeitet. Dort stellen Fachleute den Giebel mit dem Kreuzgratgewölbe als Sandsteinarchitektur wieder her. Die Balustrade, das Traufgesims und die Stützmauer werden ergänzt und schadhafter Sandstein restauriert. Bei den Treppen werden Lotabweichungen korrigiert und ebenfalls der Sandstein restauriert. Unter den Treppenläufen werden eine WC-Anlage und ein Technikraum eingebaut. Die Kolonnaden, Stützmauern und Balustraden werden wieder standsicher hergestellt und Schäden am Sandstein beseitigt.


Wieviel kostet die Instandsetzung?

Der erste Bauabschnitt wird insgesamt 3,68 Millionen Euro kosten. Mit den verfügbaren 1,5 Millionen Euro kann das Fachamt etwa die Hälfte des Bauprogramms realisieren.
Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt belaufen sich auf 2,35 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für eine denkmalgerechte Instandsetzung hat das Hochbauamt auf rund sechs Millionen nach jetzigem Kostenniveau kalkuliert.


Wie läuft die Instandsetzung ab?

Die Baugenehmigung für die genehmigungspflichtigen Arbeiten liegt vor. Das Fachamt vergibt damit die nächsten Planungsschritte und schreibt anschließend die Arbeiten aus.
Weil es hier unter den Kolonadengängen eine große Fledermauspopulation gibt, können die Arbeiten immer nur zwischen März und August stattfinden. Die Bauzeit für die geplanten Arbeiten beträgt mindestens zwei Jahre.


Der zweite Bauabschnitt umfasst abschließende Arbeiten an den Kolonnaden und die Wiederherstellung der Außenanlagen nach historischem Vorbild. Dabei wird auch das Wasserbecken mit der Brunnentechnik wiederhergestellt.
„Erst dann wird im Römischen Bad wieder Wasser plätschern. Schwimmen wird in diesem Kulturdenkmal leider nicht mehr möglich sein, wie sich ältere Dresdner sicherlich noch gern erinnern“, sagt Dresdens Baubürgermeister Stephan Kühn.

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