Freiheit ist ein großer Begriff, doch beginnt sie oft viel kleiner. Sie zeigt sich in Momenten, die eigentlich eher leicht wirken, aber zum Beispiel bei einer Blasenschwäche schnell schwer werden können. Sobald der Körper dazwischenfunkt, wird aus Spontanität eine nervige Planung, die im Hintergrund immer mitläuft. Ein Spaziergang an den Dresdner Elbwiesen, ohne vorher innerlich alles durchzuplanen. Oder einfach in die Straßenbahn einsteigen, ohne dass der nächste Toilettenstopp den Takt vorgibt. Freiheit fühlt sich wieder richtig an, wenn Sicherheit dabei diskret praktiziert werden kann die eigene Kleidung wieder nach Stil aussieht, statt nach Vorsicht.
Tabus entkrampfen
In Deutschland sind rund 10 Millionen Menschen von Inkontinenz betroffen. Hinter dieser Zahl stecken viele Ausprägungen, von gelegentlichem Tröpfeln bis zu plötzlichem starkem Harndrang. Häufig genannt werden Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz. Beim Syndrom der überaktiven Blase wird als Orientierung oft eine Miktionsfrequenz von mindestens acht Toilettengängen pro 24 Stunden beschrieben. Solche Fakten nehmen der Scham den Druck. Das Thema Harninkontinenz ist verbreitet und behandelbar. Dadurch wirkt die Situation weniger wie ein persönliches Versagen, sondern wie ein Gesundheitsproblem, das sich einordnen lässt.
Wer in Dresden unterwegs ist, plant oft gar nicht lange. Zwischen Altstadt und Neustadt reichen wenige Stationen und entlang der Elbe entstehen Wege fast von selbst. Aus einem kurzen Gang wird schnell ein längerer Spaziergang. Danach geht es spontan weiter, vielleicht mit der Straßenbahn. Oder mit dem Rad. Manchmal führt der Weg nach Loschwitz oder auch in den Großen Garten. Diese Leichtigkeit lebt davon, dass Betroffenen der Körper nicht ständig Grenzen setzt. Wenn eine Blasenschwäche mitmischt, wird aus der Bewegungsfreiheit eine Frage der Planung und es bestimmen Toilettenpausen den kleinen Ausflug. Genau hier beginnt für diese Menschen der Wunsch, ihre Bewegungsfreiheit wieder zurückzugewinnen.
Diskretion beginnt im Kleiderschrank
Kleidung, die sich eben auch vollkommen normal anfühlt und trotzdem Sicherheit gibt, ist ein Teil des Wohlfühlgefühls. Man kann hier beispielsweise mit sogenannten Pants arbeiten, die wie ganz normale Unterwäsche, vor allem einen stabilen Sitz am Körper haben, die nicht verrutschen und unter der Kleidung wenig auftragen. Mit wirksamen Outfit-Ideen für mehr Bewegungsfreiheit wird aus dem inneren Mitrechnen wieder ein entspanntes Unterwegssein, weil der Look den Stil trägt und eben nicht die Sorge.
- Spaziergang und kleine Wanderung: Bequeme Outdoorhose oder Cargohose mit leichtem Stretch. Dazu ein atmungsaktives Shirt, damit sich Bewegung trocken anfühlt.
- Shopping und Stadtbummel: Dunkle Stretch-Jeans, gern High Waist, für ein stabiles Tragegefühl. Darüber Bluse oder Tunika mit etwas längerem Schnitt, plus offener Cardigan für eine ruhige Linie.
- Sport und Training: Trainingsshorts oder schmalere Jogpants, damit nichts einengt. Ein Funktionsoberteil unterstützt das angenehme Tragen bei Bewegung.
- Ausgehen und Freunde treffen: A-Linien-Rock in Knie- oder Midilänge, weil der Schnitt locker fällt. Dazu eine feine Bluse und eine Strumpfhose, ergänzt durch ein Accessoire als Blickfang.
- Nacht: Luftige Schlafkleidung aus Baumwolle, damit es weich bleibt. Ein Nachthemd oder lockerer Pyjama funktioniert unkompliziert.
Kein Kopfkino mehr
Freiheit fühlt sich wieder richtig an, wenn der Alltag nicht von Einschränkungen geprägt ist. Zahlen enttabuisieren, Orientierung schafft Ruhe, und ein stimmiger Look gibt Souveränität zurück. Dann wird aus Planung wieder Spontaneität und aus dem kleinen Spaziergang an der Elbe wird so wieder ein schöner Tagesausflug.