Künftige Fünftklässler bis 4. März anmelden

Wie geht es nach Klasse 4 weiter? Der Schulnavigator hilft bei der konkreten Schulwahl. Foto: plainpicture/Birgid Allig
Wie geht es nach Klasse 4 weiter? Der Schulnavigator hilft bei der konkreten Schulwahl. Foto: plainpicture/Birgid Allig

Die Würfel fallen am 26. Februar. Am kommenden Freitag erhalten alle Viertklässler ihre Bildungsempfehlungen. Bis zum 4. März – also nur eine Woche – haben die Eltern dann Zeit für die Anmeldung ihrer Sprösslinge an der jeweiligen Wunschschule.
Die Sächsische Zeitung erklärt die wichtigsten Fragen zum Wechsel – und der Schulnavigator gibt Tipps bei der Schulwahl.

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Worüber gibt die Bildungsempfehlung Auskunft?
Von der Grundschule ausgestellt, beinhaltet sie die Noten in Mathe, Deutsch und Sachkunde. Für den Wechsel ans Gymnasium spricht, wenn der Durchschnitt mindestens eine 2,0 ergibt. Eine Note 3 kann also auch mit einer 1 ausgeglichen werden. Außerdem steht eine Einschätzung des Klassenlehrers über das Arbeits- und Lernverhalten darin. „Wenn das Kind im Verlauf der vierten Klasse enorm aufholt, kann auch noch zum Ende des Schuljahres eine Bildungsempfehlung fürs Gymnasium ausgesprochen werden“, sagt Michaela Bausch von der Sächsischen Bildungsagentur (SBA). Dann ist bis zum 20. Juni noch Zeit für die Anmeldung.

Ist Einspruch möglich?
Soll ein Kind trotz der Gymnasial-Empfehlung an eine Oberschule, ist dies ohne Weiteres möglich. „Die Bildungsempfehlung ist ja oft das eine. Mitunter haben Eltern auch Bedenken, ihr Kind viele Kilometer weiter in die nächste Kreisstadt ans Gymnasium zu schicken, wenn die Oberschule doch viel näher ist. Eine Absage ans Abitur ist das ja noch nicht“, sagt Bausch. Möchten die Eltern allerdings ihr Kind mit Oberschul-Empfehlung ans Gymnasium schicken, müssen sie es trotzdem erst einmal an einer Oberschule anmelden und diese über die Wechselabsicht sollten Eltern die Schule bei der Anmeldung jedoch informieren. Auf Antrag der Eltern kann das Kind an einer schriftlichen Eignungsprüfung für das Gymnasium teilnehmen. Sie dauert 60 Minuten und prüft in Deutsch, Mathematik und Sachkunde. Auch hier muss mindestens die Note 2 erreicht werden.

Woran erkennen Eltern, welche Schulart passt?
„Der Schulwechsel darf nicht zu einer Prestigeangelegenheit der Eltern werden“, gibt Michaela Bausch zu bedenken. Sowohl durch ständige Über- als auch Unterforderung verlören Kinder ihre Lust am Lernen. Sie empfiehlt Eltern daher, „das Ganze unaufgeregt zu betrachten“ und sich von den Stärken des Kindes leiten zu lassen. „Ein Wechsel von der Oberschuleans Gymnasium ist am Ende jedes Schuljahres möglich“ und deutlich motivierender als der vom Gymnasiuman die Oberschule. „Das Gymnasium ist der ICE auf dem Weg zum Abitur, die Oberschule der IC“, so Bausch.
Eltern sollten daher nicht erst in der vierten Klasse das Gespräch mit der Grundschule suchen, um das Selbst- und Fremdbild des Kindes abzugleichen. Fragen seien dabei etwa: Wie selbstständig lernt das Kind, wie viel Ausdauer hat es? Wie geht es mit Misserfolg um? Ist es noch sehr verspielt? „Lehrer treffen die Entscheidung zur Bildungsempfehlung mit großem Verantwortungsbewusstsein.“

Worauf sollten Eltern in der Schulwahl achten?
„Sie sollten sich ein eigenes Bild von der Schule machen“, empfiehlt Bausch. Etwa am Tag der offenen Tür, mithilfe der Homepage, anhand von Broschüren und dem, was andere Eltern von der jeweiligen Schule halten. Wie ist es um Ganztagsangebote und das Schulklima bestellt? „Das ist ja auch der Ansatz vom Schulnavigator“, sagt Bausch.
Wie melden die Eltern ihr Kind an?In der Regel genügt ein formloser Antrag, der die Bildungsempfehlung enthält sowie eine aktuelle Zeugniskopie und eine beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde des Kindes. Zudem sollten Eltern zwei Alternativwünsche angeben. Eine Garantie dafür wie für den Erstwunsch gibt es allerdings nicht. Die Entscheidung trifft der Direktor, an manchen Schulen fällt sie per Los. Die Rückmeldung aus den Schulen gibt es am 17. Mai.Wie sollten Eltern den Wechsel vorbereiten?„Feiern“, empfiehlt Michaela Bausch. Das Ende der Grundschulzeit sei schließlich eine Zäsur. Die Schüler sollten motiviert und neugierig gemacht werden. Zugleich rät sie Eltern, den Kindern zu vermitteln: „Keine Panik, das schaffen wir gemeinsam.“ Wichtig sei auch, den neuen Schulweg zu erkunden. „Eltern sollten ihr Kind beim Neustart vor allem begleiten und prüfen, wie es mit den neuen Anforderungen klarkommt.“ l D Franziska Schneider

http://www.schulnavigator.de

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