Dinglinger-Haus am Neumarkt wiederaufgebaut

Die Hülle vom Dinglinger-Haus ist gefallen. Foto: Thomas Türpe

Am Neumarkt neben dem Verkehrsmuseum rekonstruiert Investor Kimmerle das Areal des sogenannten Jüdenhofs. Jetzt ist hinter den grünen Vorhängen am Gerüst die historisch nachempfundene barocke Sandsteinfassade des ehemaligen Dinglinger-Hauses schon gut zu erkennen. Hofjuwelier Georg Christoph Dinglinger hatte es sechs Jahre nach Fertigstellung 1710 durch Hofbaumeister Daniel Pöppelmann gekauft. Sein Bruder Johann Melchior Dinglinger (1664-1731) hatte seine Werkstatt unweit davon entfernt in der Frauengasse 9, wo er den berühmten Hofstaat des Großmoguls Aureng Zheb zu Delhi für das Historische Grüne Gewölbe August des Starken schuf.
Im Erdgeschoss soll die von der Prager Straße bekannte Restaurantkette Vapiano eine weitere Filiale eröffnen und auch den Gewölbekeller mitnutzen. „So ist es echter“, sagt Michael Kimmerle. Im ersten Stock soll Canaletto um 1750 den Standort für sein bekanntes Gemälde des Dresdner Neumarktes bezogen haben. Darüber sollen bis September 16 Wohnungen bezugsfertig werden. „Nur noch wenige sind frei.“

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