Leiser, luftiger, launiger – die BRN 2016

Platz zum Tanzen - die BRN 2016 Foto: Una Giesecke

Platz zum Tanzen, das ist neu im 26. Jahr der Bunten Republik Neustadt. Raum für das, was im Gedränge der Vorjahre unterging, ließ das neue restrikte Konzept der Stadtverwaltung für die als „Beschränkte Republik“ beschimpfte BRN, die als Bunte Republik Neustadt seit 1990 zur Stadtgeschichte Dresdens gehört.
„Ausbaufähig“ nannten es Anwohner der Böhmischen Straße, dass nach unzähligen Jahrgängen voller Lärm und Gedränge erstmals wieder eine Chance zum Bleiben anstelle der bisher praktizierten Republikflucht besteht. Nachdem Neutädter und Gäste sich vom sinnentleerten Kommerz enttäuscht abgekehrt hatten, waren am Wochenende spürbar weniger als die in Vorjahren geschätzten 150.000 Gäste auf dem Stadtteilfestgelände der Äußeren Neustadt unterwegs.

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Raum für Fantasie und Nachbarschaft bot beispielsweise die Sebnitzer Straße mit Musik von Banda Internationale, dem Malomaten oder einer Küchen-Rhythmikperformance, während die Anwohner an langen Tafeln frühstückten und die Gäste von Stand zu Stand schlenderten.
Auf dem Scheune-Vorplatz brachten zum Dirigenten-Casting selbstbewusste Besucher die Dresden Bigband ins Schwitzen. An der Martin-Luther-/Ecke Louisen-Straße spielte der Wettergott Roulette – am beliebtesten waren Regen, Blitz und Sturmwind aus den Fenstern. Daneben gab es Karaoke-Shows nach Jukebox-Einwurf und Kino im Wohnwagen. Punkt neun gingen die Lichter aus, nach dem der Geheimtipp aus der Neustadt, die Jindrich-Staidel-Combo, den passenden Jazzspaß-Höhepunkt auf dem Luther-Platz gesetzt hatte.

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