Peter Simmel spricht über seine Pläne am Hauptbahnhof

Peter Simmel stellte sein Konzept am Montag der Presse vor. Foto: Una Giesecke

Noch bevor das Grundstück ihm gehört, legt Investor Peter Simmel bereits ein erkennbares Konzept vor. Auf dem gut erschlossenen, aber bisher kaum beachteten, weil brachliegenden Grundstück westlich vom Wiener Platz am Dresdner Hauptbahnhof will der Betreiber des Gourmet-Lebensmittelmarktes am Albertplatz einen zweiten gehobenen Edeka errichten.
Die Planvorleistungen, die anvisierten 3.500 Quadratmeter und eine Gesamtinvestitionssumme von 35 Millionen – das ist kein Pappenstiel. Angesichts der Übersättigung des Marktes mit Einkaufsfläche pro Kopf bei unterdurchschnittlicher Kaufkraft der breiten Bevölkerung ist die Vision des Süddeutschen durchaus risikobehaftet.
„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“, antwortet Peter Simmel leutselig und stellt den Unterschied seines Angebots zur Konkurrenz heraus: „Wir verkaufen nicht Lebensmittel zum Sattwerden, sondern laden zum Genießen ein.“ Dass die Idee ankomme, bewiesen die um ein Drittel gestiegenen Umsatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr.  In seinem Markt in der Neustadt habe er bereits ein Fünftel der Fläche für vegane und Bioprodukte eingeräumt.
Am Hauptbahnhof zielt Simmel auf das typische „Kiss-and-ride“-Publikum, also Verabschiedungen, Verspätete, Ankömmlinge am Bahnhof – und vielleicht am gegenüber angedachten künftigen Zentralen Busbahnhof (ZOB). Der allerdings liegt auf städtischem Grundstück und in der Entscheidungsgewalt des Rathauses. „Doch auch wenn der nicht kommt, funktioniert das Konzept“, ist sich Simmel sicher.
Zu den drei Ebenen der Tiefgarage mit jeweils 180 Stellplätzen kommen eine Gastro-Etage und möglicherweise Studenten-Appartements. „In dem Alter wohnt man gern in lebendiger Umgebung und Campusnähe, die Lärmbelästigung ist ja nur vorübergehend“, meint Architekt Thomas Knerer. Zudem sei das Verkehrsaufkommen an der Ammonstraße geringer als ursprünglich erwartet.
Auch an Dachbegrünung und Kübelbäume auf dem Vorplatz haben die Planer gedacht, ansonsten sei aber hinsichtlich der Nutzung noch viel Spielraum. Fest steht aber schon die ungefähre Fassadengestaltung. Hier zeigt das Architektenbüro Mut zur Farbe, sei es Glas oder anderes Material, das den mehrflügeligen Komplex abwechslungsreicher erscheinen lässt.

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