Nachlass eines Dresdner Theaterdirektors im Papiermüll gefunden

Historische Postkarte des Dresdner Albert-Theaters, wo Erich Kästner zahlreiche Vorstellungen besuchte.

Das Stadtarchiv Dresden ist überraschend beschenkt worden. Die historisch bedeutenden Unterlagen zum Alberttheater haben Alina Özyurt und die Familie Post entdeckt: Im „Südtiroler Papiermüll“ fanden sie den Nachlass von Paul Maria Willi, den sie jetzt an Direktor Thomas Kübler übergaben.
Von 1918 bis 1924 wirkte Willi als Theaterdirektor am Albertplatz. Mit Gerhart Hauptmanns Legendenspiel „Griseldis“ hatte er im ersten Nachkriegswinter die Saison eröffnet. Zahlreiche persönliche und geschäftliche Korrespondenzen, Filmnegative sowie Rechnungsbelege dokumentieren den Alltag des Künstlers, der 1968 in Weingarten starb.
Wie lange und warum sich Willi in Südtirol aufhielt, wird sich wohl erst nach der Erschließung und Auswertung der Unterlagen, herausstellen. Ihre Unterstützung dabei hat die Leiterin des Historischen Archivs der Sächsischen Staatstheater, Janine Schütz, bereits zugesagt. Beide Archive wollen künftig noch enger auf dem Gebiet der Theatergeschichte kooperieren.

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