Schöne Aussicht vor Dresdens Haustür

Blick vom Windbergdenkmal auf Freital Foto: Karl-Ludwig Oberthuer

Vor den Toren Dresdens lädt die hügelige Umgebung Freitals zum Spazieren und Blick übers Tal. Doch auch die Stadt selbst ist durchaus einen Ausflug wert. „Wer das Bild zu lesen weiß, entdeckt auch heute noch die baulichen Spuren einer Utopie“, schreibt Hans-Georg Lippert im aktuellen Dresdner Heft über Freital.

Damit meint der Architekturprofessor an der TU Dresden die wenigen verwirklichten Bauten einer Stadtplanung der Zwanziger Jahre, die „keine Revolution wollte, sondern einen sehr sozialdemokratischen Kompromiss aus Lebensreform und Neuer Sachlichkeit erstrebte“.

Mit dem Heft in der Hand kann man auf Spurensuche gehen nach dem, was vom hochfliegenden Projekt übrig blieb: Konsumverein, Stadthaus und weitere handwerklich sorgfältig ausgeführte Bauten am Neumarkt. Zudem liest man von Kunst und Künstlern, von der ersten sächsischen Genossenschaftsbank, von der Geschichte des Kohleabbaus und Traditionsverlusten in der Gegenwart Freitals.

Dresdner Heft 125, Freital – eine Industriestadt im Wandel, 100 Seiten, 5 Euro,
ISBN 978-3-944019-14-7

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