Sie heißen Marie und Emil – Geburtenrekord in Dresden

Babys auf der Neugeborenenstation im Krankenhaus. Foto: Waltraud Grubitzsch/Archiv

Mit einem Plus von 332 Geburten gegenüber 2015 hat Dresden seinen Nachwenderekord aufgestellt: 8.542 Geburten zählte das Standesamt 2016. Unter den beliebtesten Vornamen hingegen herrscht Stagnation. Nach wie vor liegen Marie, Sophie und Charlotte ganz vorn, während die Jungen am häufigsten Emil genannt werden – Erich Kästner hätte es gefreut. Anton und Alexander folgen auf dem Fuße.

„Erstaunlich hingegen sind immer wieder die Schreibweisen“, sagt Dresdens Standesamtschef Frank Neubert.  Allein für Amelie gebe es sechs Varianten. Und während der Duden nur eine Loreley kennt, maximal die Lorelei noch erwähnt, lasse der Dresdner zwei weitere beurkunden: Lorelai und Lorelay. Erstmals eingetragen wurden 2016 die Vornamen Baliu für einen Jungen sowie Florine und Lemonade für Mädchen.

Ablehnen könne ein Standesbeamter laut Neubert nur, wenn er das Kindeswohl gefährdet sehe. So geschehen im Vorjahr in Leipzig. Dort mussten die Juristen über Luzifer befinden. „Der Vorname wurde oberlandesgerichtlich bestätigt“, sagt der Amtsleiter resigniert. Klagen würde er persönlich nur noch in einem Fall: wenn Eltern drei Bindestriche wünschen sollten. Zwei gebe es bereits:  Ellen-Emilia-Luise.

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