Zoo will über Kleinhirsch-Schicksal neu entscheiden

Ein aus China stammender Muntjak steht im Tierpark Burg Stargard. Foto: Winfried Wagner/Archiv

Update vom 24.01., 16:50 Uhr:
„Leipzig (dpa/sn) – Die sächsischen Behörden verweigern dem Zoo Leipzig unter Berufung auf eine EU-Verordnung die Abgabe einer Gruppe von chinesischen Kleinhirschen. Dies hätten die Behörden am Dienstag trotz einer anderslautenden Auslegung der Verordnung durch die EU-Kommission noch einmal bestätigt, sagte Zoodirektor Jörg Junhold der Deutschen Presse-Agentur. Die Ankündigung des Zoos, die Chinesischen Muntjaks zu schlachten, hatte am Montag für Wirbel gesorgt.

Die EU-Kommission hatte mitgeteilt, dass die Tiere nicht getötet werden müssten. Der Zoo müsse lediglich dafür sorgen, dass sie sich nicht vermehren oder aus ihrem Gehege entkommen. Mit der Verordnung soll die Ausbreitung von Tieren aus anderen Regionen in Europa verhindert werden. Im Masterplan «Zoo der Zukunft» hatte der Zoo Leipzig seit langem geplant, die Haltung von Zwergmuntjaks zu beenden.“

Ursprünglicher Beitrag vom 24.01., 15:20 Uhr:
„Leipzig (dpa/sn) – Der Leipziger Zoo will neu über das Schicksal seiner chinesischen Kleinhirsche entscheiden. Das sagte eine Zoo-Sprecherin am Dienstag. Am Montag hatte der Zoo mitgeteilt, die Tiere müssten wegen einer EU-Verordnung geschlachtet werden. Die EU-Kommission hatte wenig später aber klargestellt, dass die Muntjaks nicht getötet werden müssen. Der Zoo müsse lediglich dafür sorgen, dass sie sich nicht vermehren oder aus ihrem Gehege entkommen. Die Zoo-Sprecherin sagte am Dienstag, man habe vor der Entscheidung, die Tiere zu töten, anderslautende Informationen erhalten.

In einer Liste der EU sind 37 Arten aufgeführt, die ursprünglich nicht in Europa beheimatet waren und die einheimischen Tiere und Pflanzen bedrohen, wenn sie sich ausbreiten. Dazu gehören neben den chinesischen Muntjaks auch der Waschbär und der Kleine Mungo.“

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