Orangenbäume kommen in den Zwinger

Touristen sehen sich den Zwinger in Dresden an. Foto: JENS KALAENE/Archiv
Touristen sehen sich den Zwinger in Dresden an. Foto: JENS KALAENE/Archiv

„Dresden (dpa/sn) – Rund 80 Orangenbäumchen sollen vom Frühjahr an nach historischem Vorbild den Dresdner Zwinger verschönern. «Am 19. Mai geht es los», sagte ein Sprecher der Schlösserverwaltung am Donnerstag. Zuvor hatten die «Dresdner Neuesten Nachrichten» (DNN) berichtet. Noch stehen die im Schnitt etwa 2,50 Meter hohen Pflanzen in der Orangerie in Großsedlitz. Dort sind die Bitterorangen aus Italien seit 2014 untergebracht, um sich an das deutsche Klima zu gewöhnen. «Die Kronen wurden in Form geschnitten, die Pflanzen eingetopft», so der Sprecher. In den blau-weißen Kübeln nach historischem Vorbild kommen die Bäumchen auch in den Zwinger.

Dort sind sie bis zum Herbst zu sehen, bevor sie wieder in ihr Winterquartier nach Großsedlitz kommen. Der Freundeskreis Schlösserland Sachsen sucht für die teure Pflege der empfindlichen Gewächse Paten. Für die Hälfte der Bäume hätten sich bereits Paten gefunden, hieß es. Sie fördern mit je 550 Euro pro Jahr die Orangenbäumchen.

Kurfürst August der Starke (1670-1733) ließ den Zwinger ab 1709 als Orangerie für die damals als «goldene Äpfel» bezeichneten Orangen- und Pomeranzenbäume bauen, die als Status- und Machtsymbol galten. Schon 1714 war er Heimstatt für mehr als 600 Pflanzen von rund 30 Arten, die das Baudenkmal bis 1880 prägten.“

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