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Dresdner Rathaus vergleicht Standorte für künftigen Fernbusbahnhof

Die mögliche Platzgestaltung vor dem Königspavillon des Dresdner Hauptbahnhofes mit Fahrradparkhaus und Fernbushaltestellen westlich davon untersuchen bis Juli Studenten der Technischen Universität. Foto: Una Giesecke

Seit 1994 denkt das Dresdner Rathaus über einen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) nach. Schon im damaligen Verkehrskonzept stand der Wiener Platz zur Diskussion. Doch erst mit der Marktliberalisierung des Fernbusverkehrs 2013 entstand Handlungsdruck. Denn inzwischen stoppen 170 Fernbusse täglich allein an den provisorischen Haltestellen hinter dem Hauptbahnhof. Künftig rechnen Dresdens Verkehrsplaner mit mindestens 230 nationalen und internationalen Fahrten am Tag.

Noch vor der Sommerpause legt daher die Verwaltung dem Stadtrat einen Variantenvergleich für einen zentralen Standort vor. „Zwei können wir uns nicht leisten“, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. Folgt der Stadtrat seinem Vorschlag, den Platz südwestlich vom Hauptbahnhof hinter dem Königspavillon mit überdachten Haltestellen und einem Fahrradparkhaus abzuschließen, könnte das Geld dafür im nächsten Doppelhaushalt eingeplant werden. Weit mehr als sechs Millionen Euro wären das, die 2017/18 nicht im Etat stehen. „Mein intern gesetztes Ziel ist, dass Ende 2019 das erste Fahrradparkhaus steht, egal, wo“, verkündete der Baubürgermeister heute vor der Presse.

Denn dass auch am Neustädter Bahnhof eines dringend nötig wäre, steht fest. „Dort gehört uns aber die Fläche nicht“, so Schmidt-Lamontain. Zudem seien Zufahrten und Überdachungen ungeklärt, auch würden 40 Autoparkplätze wegfallen. „Als Haltepunkt wird der Neustädter Bahnhof aber immer interessant bleiben.“ Die Hansastraße darf bis 2023 angefahren werden.

Gegen einen ZOB am Elbepark und Flughafen sprechen nicht nur Eigentumsverhältnisse und enorme Neubaukosten, sondern auch die Randlage. „Die Busunternehmen, mit denen wir auch hinsichtlich einer Kostenbeteiligung im Gespräch sind, wollen für ihre Klientel zentrumsnah mit dem Nahverkehr erreichbar sein.“ Auch für das Verkehrsaufkommen und  Umwelt sei ein „großes Gefäß“, wie Bus im Fachjargon heißt, statt unzähliger Autos und Taxipendler sinnvoller.

Der ursprünglich bevorzugte Standort am westlichen Wiener Platz kollidiert laut Variantenvergleich mit den beengten Platzverhältnissen und den dann von Straßenbahnen und Stadtbussen belegten Zu- und Ausfahrten. (ug)

http://ratsinfo.dresden.de, Infovorlage V1370/16

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