Die eingerüstete Frauenkirche wird von Salzen befreit

Die Frauenkirche auf dem Dresdner Neumarkt ist eingerüstet für Entsalzungsmaßnahmen. Foto: Steffen Füssel

Erstmals seit 2004 steht wieder ein Gerüst an der Frauenkirche. Das berühmte Gotteshaus am Dresdner Neumarkt wird in den kommenden Wochen von Salz befreit, das aus den alten Sandsteinen tritt. Bis zum Juni sollen die Arbeiten dauern. Einschränkungen für Besucher soll es aber nicht geben.

Vorsichtig hebt Dana Krause eine Schaufel mit Pulver in die Höhe: „Daraus mischen wir Paste zum Entsalzen.“ Die 39-jährige Restauratorin ist eine von zunächst drei Spezialisten, die 70 Quadratmeter am hinteren Choranbau behandeln. „Das Salz tritt ausschließlich an alten Steinen hervor“, erklärt Thomas Gottschlich, Leiter der Kirchbauverwaltung. Die 290 Jahre Sandsteine waren zwischen 1945 und 2005 schutzlos der Witterung ausgesetzt.

Das Pulver aus Zellstoffflocken, Tonmineralien und Quarzsand wird mit destilliertem Wasser angerührt und auf den zuvor trocken wie auch feucht gereinigten Stein aufgetragen. Im Aushärten zieht die Paste Salz heraus. Später wird die Kruste vorsichtig mit einem Holzwerkzeug entfernt. Die bislang geplanten Kosten liegen bei 85 000 Euro. Dana Krause zufolge ist eventuell eine zweite Entsalzung nötig. Dafür sind weitere Spenden erwünscht. Torsten Hilscher

Spende per SMS unter Tel. 81190: 5 Euro pro Kurznachricht „Frauenkirche“ 

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.