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Raus in die Natur

Ähren der Wintergerste stehen vor der untergehenden Sonne. Foto: Martin Gerten/Archiv Ähren der Wintergerste stehen vor der untergehenden Sonne. Foto: Martin Gerten/Archiv

Jahrzehntelang wurde vor den möglichen Gefahren direkter Sonneneinstrahlung gewarnt. Inzwischen zeigen jedoch Studien, dass die Vorteile für die menschliche Gesundheit bei weitem überwiegen. Im Journal of International Medicine wurde 2016 eine schwedische Studie veröffentlicht. 30.000 schwedische Frauen wurden über 20 Jahre hinweg beobachtet und wissenschaftlich begleitet. Es zeigte sich, dass die Sonnenanbeterinnen länger lebten und gesünder waren, als jene, die die Sonne meideten.

Diese Studie bestätigt, was unsere Vorfahren bereits wussten. In den Sonnentempeln des alten Ägyptens wurden Kranke mit Sonnenlicht geheilt. Im antiken Griechenland trainierten die Olympiakämpfer nackt. Vor und nach dem Training legten sie sich in die Sonne. Sie hatten beobachtet, dass bei regelmäßiger Sonnenbestrahlung die Muskeln schneller wachsen und sich Kraft und Ausdauer verbessern. Auch in Dresden haben Licht- und Luftbäder eine lange Tradition. Im Bilz-, Weidner- und im Lahmann-Sanatorium gehörten tägliche Sonnenbäder zum Behandlungsplan.

Maßvolles Sonnenbaden ist also gesund. Das liegt unter anderem am Vitamin D, das unser Körper bildet, wenn Sonne ungefiltert auf nackte Haut scheint. Vitamin D macht Knochen stark, schützt vor freien Radikalen, stärkt die Abwehrkräfte, verbessert die geistigen Fähigkeiten und senkt das Risiko für viele Krankheiten, z.B. Herz-Kreislauf, Parkinson, Alzheimer und Krebs.

Wer tagsüber viel Sonnenlicht tankt, kann nachts besonders gut schlafen. Denn bei Sonnenlicht bildet die Zirbeldrüse im Gehirn das gute Laune Hormon Serotonin. Bei Dunkelheit gewinnt sie hieraus das Schlaf- und Regenerationshormon Melatonin. Ein hoher Serotoninspiegel normalisiert gleichzeitig Herzschlag und Blutdruck und verbessert Konzentration und Denkvermögen. Auch der Heißhunger auf Süß verschwindet. Schon das Licht eines bewölkten Tages genügt, um unsere „innere Uhr“ Zirbeldrüse anzuregen und damit viele Körperprozesse positiv zu beeinflussen.
Meine Empfehlungen für Sie: Raus in die Natur: Gehen Sie täglich ins Freie. Je länger desto besser.

Nutzen Sie hierfür jede Gelegenheit, den Weg zur Arbeit mit dem Rad, kleine Besorgungen zu Fuß, ein Spaziergang in der Mittagspause oder nach Feierabend.
Gesund Sonnenbaden: Beginnen Sie bereits im Februar mit dem Sonnenbaden, z.B. in einer windgeschützten sonnigen Ecke. Lassen Sie möglichst viel Hautfläche von der Sonne bescheinen. Vermeiden Sie jedoch Sonnenbrand. Ganz allmählich gewöhnen Sie so Ihre Haut an die Sonne und bauen bis zum Sommer den hauteigenen Sonnenschutz auf.

Im nächsten Monat gibt unsere Gesundheits- und Ernährungsberaterin Katrin Kalbe Tipps, wo sich weitere natürliche und kostenfreie Gesundheitsquellen finden lassen. Mehr Infos gibt es auch unter www.biologisches-heilwissen-dresden.de

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