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Bischofsplatz soll sicherer werden

An der Kreuzung Bautzner/Ecke Rothenburger Straße mahnt ein weißes Rad an den Tod einer Radfahrerin 2016, in dessen Folge die Verkehrsführung provisorisch entflochten wurde. Foto: Una Giesecke An der Kreuzung Bautzner/Ecke Rothenburger Straße mahnt ein weißes Rad an den Tod einer Radfahrerin 2016, in dessen Folge die Verkehrsführung provisorisch entflochten wurde. Foto: Una Giesecke

Dresden. Einstimmig hat der Neustädter Ortsbeirat am Montag dem Antrag der Grünen zugestimmt. „Aus unserer Sicht ist der Bischofsweg ein Unfallschwerpunkt“, begründete Klemens Schneider die Forderung seiner Partei, den Radverkehr am Bischofsplatz so schnell wie möglich sicherer zu machen. Diese Einigkeit über Parteigrenzen hinweg ist dem Ernst der Lage geschuldet. Schon zwei schwere Unfälle allein in diesem Jahr verlangen schnelles Handeln.

Wegen der groben Pflasterung weichen viele Radfahrer in die Straßenmitte oder auf die Fußwege aus. Oberbürgermeister Dirk Hilbert soll nun bis Ende 2018 eine Lösung umgesetzt haben. Welche konkret das sein könnte, soll der Bauausschuss bis Ende Januar austüfteln.

„Die Errichtung von funktionsfähigen Radstreifen würde laut Einschätzung aus dem Straßen- und Tiefbauamt rund 250 000 Euro kosten“, ließ dieses über Ortsamtsleiter André Barth ausrichten. Ob diese Summe für ein Provisorium ausgegeben werden soll, sei abzuwägen. Die Ortsbeiräte schlugen der Stadtverwaltung vor, die Gelder zu verwenden, die im Haushalt ohnehin für den Radverkehr zur Verfügung stehen. Der geänderte Antrag wurde einstimmig verabschiedet. Nun entscheidet morgen der Bau-Ausschuss endgültig darüber. So könnte zwischen Johann-Meyer-Straße und Dammweg ein Asphaltstreifen von anderthalb bis zwei Metern Breite auf dem vorhandenen Pflaster jeweils am Fahrbahnrand neben der Entwässerung beziehungsweise dem Parkstreifen kurzfristig Abhilfe schaffen.

Im Juli und im März diesen Jahres hatte es am Bischofsplatz zwei Unfälle gegeben, bei denen Radfahrer zum Teil schwer verletzt wurden. Nachdem der Allgemeine Deutsche Fahrradclub Dresden (ADFC) im März rund 3 000 Radler an dieser Stelle gezählt hatte, die die Verbindung zwischen der Neustadt und Pieschen täglich nutzen, gab es im April eine Einwohnerversammlung zur geplanten Umgestaltung des Bischofsplatzes. Dort hatte Stadtplaner Jens Uwe Schade von zehn Unfällen jährlich an dieser Kreuzung gesprochen, berichtet der Blog „Neustadtgeflüster“. Dennoch sei zwischen Königsbrücker und Fritz-Reuter-Straße bislang eine grundhafte Sanierung erst nach dem Ausbau der Königsbrücker geplant.

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