Ersehnter Regen für die Pegelstände an Dresdens Elbufer

Der niedrige Wasserstand der Elbe lässt auch in diesem Juli die Schiffe der Sächsischen Damfschiffahrt zum Teil ruhen. (Foto: Juliane Zönnchen)
Der niedrige Wasserstand der Elbe lässt auch in diesem Juli die Schiffe der Sächsischen Damfschiffahrt zum Teil ruhen. (Foto: Juliane Zönnchen)

Am vergangenen Wochenende sank der Elbpegel noch einmal und steht heute (10.7.) in Höhe des Theaterkahns bei gerade mal 61 Zentimeter. Normal wäre ein Pegelstand von etwa 1,75 Meter. Die Dresdner Verkehrsbetriebe hatten am Sonntag (8.7.) daher auch die Autofähre zwischen Pillnitz und Kleinzschachwitz außer Betrieb genommen. Die Sächsische Dampfschiffahrt sagte die Fahrten am Montag (9.7.) ab. Daher fährt gegenwärtig kein Schiff in die Sächsische Schweiz oder nach Diesbar, ebenso wenig wie ins Böhmische. Weniger als ein Meter Wassertiefe betrug der Wasserstand am Montag in der Fahrrinne (95 Zentimeter).
Seit heute (10.7.) fahren die Dampfer noch auf kurzen Strecken und bieten einen stabilen Fahrplan an. Sieben Stadtfahrten, ab 10 Uhr jeweils zur vollen Stunde, und eine Abendfahrt stehen auch am Dienstag im Programm. Die Dampfer „Diesbar“ und „Leipzig“ können auch dann noch fahren, wenn der Pegel besonders niedrig ist.

Aber nicht nur die Elbe trocknet langsam aus. Auch die Böden sind trocken. Beispielsweise in Gompitz brannte am Sonnabend der Wald, vermutlich in Folge von Feuer an einer Grillstelle im Zschonergrund. Eine Fläche von rund 100 Quadratmetern brannte ab, informierte die Polizei und ermittelt nun wegen fahrlässiger Brandstiftung. Auch der Staatsbetrieb Sachsenforst weist nachdrücklich erneut darauf hin, dass offene Feuer im Wald immer verboten sind. Ebenso das Rauchen, Grill und Lagerfeuer sind tabu. Die trockene Bodenvegetation könne sich leicht entzünden und großflächige Waldbrände verursachen.

Die Meteorologen erwarten diese Woche am Dienstag und Mittwoch kurze Schauer, jedoch ohne größere Regenmengen. Denn insgesamt sind des dennoch deutlich weniger Niederschläge als in den letzten Sommern um diese Zeit, denn seit Wochen hat es viel zu wenig geregnet. Im Juni 2018 meldete die Wetterstation Dresden-Klotzsche nur 67 Prozent der für diesen Monat üblichen Niederschlagssumme. Im Mai wurde nicht einmal die Hälfte erreicht. Auch die Grünflächen der Stadt ächzten unter dieser Trockenheit. Bereits seit Wochen werden besonders gefährdete Bäume (etwa 2 000 im Stadtgebiet) einmal pro Woche von den städtischen Gärtnern mit jeweils 100 Litern Wasser gegossen. Wer auch helfen möchte, der wird gebeten, gern selbst zur Gießkanne zu greifen, denn auch die anderen gut 50 000 Straßenbäumen freuen sich über jeden Tropfen. Dazu könnte man als Anwohner ein bis zwei Eimer, am besten in den Morgen- oder Abendstunden, gießen. Zumindest für die Bäume und Wiesen der Stadt bedeutet der aktuelle Regen nun eine kleine Entspannung und dennoch sollen die Temperaturen zum Wochenende hin dann wieder in Richtung 30 Grad steigen, was für den Elbpegel ein Kratzen an der 40-Zentimeter-Marke bedeuten könnte.

 

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