Projekt zur Sommerhitze in Gorbitz gestartet

Die Temperaturen schnellen im Sommer oftmals in die Höhe. Welche Auswirkungen hat das z.B. auf die Lebensqualiät in dicht bebauten Stadtgebieten? (Foto: Pixabyay)
Die Temperaturen schnellen im Sommer oftmals in die Höhe. Welche Auswirkungen hat das z.B. auf die Lebensqualiät in dicht bebauten Stadtgebieten? (Foto: Pixabyay)

Am Donnerstag (12. Juli 2018) beginnt das Umweltamt Dresden mit seinen Befragungen im Rahmen eines Projekts zur Sommerhitze. Dabei werden im Quartier Dresden Gorbitz, in der Zeit von 10 bis 17 Uhr die Gorbitzerinnen und Gorbitzer über deren Lebensqualität während der Sommermonate und zu ihren Wünschen hinsichtlich der zukünftigen Gestaltung des Quartiers befragt. Dieser erste von insgesamt fünf Befragungsterminen findet auf der Höhenpromenade an der Straßenbahnhaltestelle Amalie-Dietrich-Platz statt. Erste Kontakte zu den Bewohnern im Projektgebiet knüpften das Umweltamt und das Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation der Fachhochschule Erfurt (ISP) dazu bereits im Juni auf dem beliebten Westhangfest. Passend zum Festmotto „Gorbitz zauberhaft“ stellten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier das Projekt zur Sommerhitze mit Schattenzauberern, Hitzehexen und selbst gebastelten Sonnenhüten den Festbesuchern vor. „Nicht nur die Kinder kamen dabei auf ihre Kosten. Auch die Erwachsenen konnten sich informieren und aktiv beteiligen. Auf einer Stadtteilkarte markierten sie die Plätze, an denen sie sich an Hitzetagen besonders gern oder ungern aufhalten. Interessant war für viele der Blick auf die Klimafunktionskarte des Quartiers. Die Karte zeigt Flächen, die durch Versiegelung und Bebauung überwärmt sind oder auch zur Kalt- und Frischluftproduktion dienen. Außerdem skizzierten die Gorbitzerinnen und Gorbitzer ‚ihr‘ grünes Umfeld und lieferten Anregungen. Vor allem wünschen sie sich mehr Bäume, beschattete Sitzgelegenheiten und Spielplätze“, erklärt Franziska Reinfried vom Umweltamt.

Die Befragung ist Teil des Projektes „HeatResilientCity“, zu Deutsch: Hitze-robuste Stadt. Mitte Mai wurden Temperatur- und Feuchtemessgeräte im Projektgebiet Gorbitz installiert. In und an Gebäuden sowie auf unterschiedlich gestalteten Freiflächen zeichnen sie während der Sommermonate bis ins Jahr 2020 kontinuierlich Lufttemperatur und -feuchte auf. Hitze belastet die Bewohnerinnen und Bewohner stark verdichteter Wohnquartiere. Sie ist eine der folgenreichsten Umwelteinwirkungen. In zwei Beispielquartieren in Dresden und Erfurt soll im Rahmen des Projekts, welches u.a. auch von der TU Dresden und HWT unterstützt wird, die Belastung durch Sommerhitze reduziert werden, indem Anpassungsmaßnahmen an Gebäuden und in Freiräumen entwickelt, umgesetzt und abschließend bewertet werden. So soll die Behaglichkeit und Leistungsfähigkeit der Menschen gesichert und die Aufenthaltsqualität im Freien nachhaltig gesteigert werden. Diese Maßnahmen sollen innovativ, sozial gerecht und von den Bewohnerinnen und Bewohnern akzeptiert sein. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen später auch in anderen Quartieren und Städten bei zukünftigen Planungen angewandt werden.
Die Termine für die weiteren Befragungen sowie andere Veranstaltungen anlässlich des Projektes „HeatResilientCity“, ebenso wie Vorträge, Ausstellungen, Diskussionsveranstaltungen und Exkursionen, werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Weitere Informationen findet man hier.

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