Klimafreundlich kochen: Mitten in Dresden

Viele Anbieter, wie auch die Salatbar Grünzeugs in der Rähnitzgasse, setzen auf einheimische Produkte.
Viele Anbieter, wie auch die Salatbar "Grünzeugs" in der Rähnitzgasse, setzen auf einheimische Produkte. (Foto: Una Giesecke)

Die Supermärkte sind voll mit billigem Obst und Gemüse aus Ländern, die sich um die Klimafolgen kaum scheren. Warum also nicht regional kaufen?

Immer mehr Verbraucher achten auf Bio-, nachhaltig erzeugte und fair gehandelte Lebensmittel. Inzwischen gehört es auch in zahlreichen Restaurants zum guten Ton, die Zutaten von zertifizierten Herstellern vor Ort zu beziehen und frisch zuzubereiten.
„Dass Mangos nicht im Supermarkt wachsen und kein Käse fertig aus der Kuh fällt, ist natürlich allen klar“, sagt Barbara Braun, Regionalgruppenleiterin des BUND Sachsen. „Wie viele Produktionsschritte jedoch hinter unseren Nahrungsmitteln stecken, wird uns erst klar, wenn wir hinter die Kulissen blicken.“ Jedes Lebensmittel hat seine Vorgeschichte, von der Saatgutgewinnung bis hin zur Verpackung.

Die Ernährungsindustrie ist für einen großen Teil der vom Menschen verursachten Treibhausgase verantwortlich. Dabei haben Konsumenten viele Möglichkeiten, mit einfachen Mitteln einen effektiven Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten. Die Dresdner Gruppe beispielsweise tritt dem Klimawandel in der eigenen Küche entgegen. „Wir wollen keine radikalen Ernährungsdogmen verbreiten, sondern in geselliger Runde ins Gespräch kommen“, sagt Barbara Braun. Das Projekt „Alles Sellerie oder was? Klimafreundlich Kochen in Dresden“ deckt die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Umwelt auf. Alle zwei Monate finden saisonal angepasste Exkursionen statt. Die Teilnehmenden wandern mit Experten durch das Dresdner Umland, um die Schätze der Region zu entdecken, und schauen Produzenten vor Ort über die Schulter. Im Juni etwa wurden im Zschoner Grund Kräuter, Pilze und Beeren gesammelt.
In anschließenden Kochkursen kreieren sie gemeinsam mit Dresdner Köchen Menüs zum Nachahmen: alltagstauglich, umweltbewusst, kreativ und vor allem lecker. Unter anderem unterstützen die Kochschule des Villandry und das Kochloft das Projekt. Beim klimafreundlichen Kochen im August entdecken die Teilnehmenden alte Gemüsesorten neu. Und im Oktober geht es zu Winzern auf den sächsischen Elbhängen, selbstverständlich mit anschließender Weinverkostung. (Dawo)

„Alles Sellerie oder was? Klimafreundlich Kochen in Dresden“:
www.klimakochen-dresden.de

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