Erster Ara gerettet – Suche nach zweitem Zoo-Papagei geht weiter

Zootierarzt Dimitri Widmer (li.) untersucht den Ara. Kurator Matthias Hendel war beim Einfangen auch dabei. // Foto: Zoo Dresden

Der rote Ara aus dem Dresdner Zoo ist wieder sicher in seinem Käfig gelandet. Das Tier war am Sonntag der vergangenen Woche gemeinsam mit einem weiteren Ara ausgebüchst und seit dem auf der Flucht. Zoomitarbeiter konnten das Tier am nun am Montag Dank der Hinweise eines Anwohners auf der Mosczinsky Straße wieder einfangen. Der zweite, blaue Ara ist  noch immer auf der Flucht – das Tier dürfte mittlerweile geschwächt sein, so dass er zeitnah eingefangen werden sollte. Doch bislang fehlt jede Spur.

Anwohnerhinweise über die gesamte Woche

Nach dem Ausbruch der Vögel, die mit ihren Schnäbeln ein Metallgitter samt Schloss außer Gefecht setzten, bat der Zoo über soziale Medien um Mithilfe. Zudem gab es einen Tipp was zu tun ist, wenn der Vogel auftaucht. Eine Metallschüssel mit Nüssen und Obst hinstellen, falls sich der Papagei niedersetzt, eine Decke drüber werfen und den Zoo informieren… Im Anschluss kam es über die gesamte vergangene Woche zu zahlreichen Sichtungen und Meldungen durch Anwohner, doch gefangen werden konnte kein Vogel.

Der Ara vor der Rettungsaktion in einem Haselnussbaum an der Moscinskystraße. // Foto: Zoo Dresden

Rettungsaktion durch Zooexperten

Nach dem Anruf am Montag, der hellrote, entflohene Ara solle auf dem Boden in der Mosczinskystraße sitzen, machten sich Zooinspektor Helmar Pohle und Vögel-Kurator Matthias Hendel mit Keschern und Decken sofort auf den Weg. Der Ara saß inzwischen wieder in einem Haselnussbaum, aber tief genug, um an ihn heranzukommen. Nach mehreren Versuchen landete das Tier schließlich in einem der Kescher und wurde gesichert.

Die Suche geht weiter

„Der Ara ist geschwächt aber wohlauf“, sagte Pohle nach der Aktion. „Es hätte auch sein können, dass er einen Herzkasper kriegt“, so der Zooinspektor. Nach einer tierärztlichen Untersuchung sitzt der tropische Vogel nun wieder in einem Käfig hinter den Kulissen, aber direkt neben der Voliere der Artgenossen. Futter, Wasser und die Stimmen der anderen sollen beim Wiedereingewöhnen helfen. Der ebenfalls flüchtige blaue Hyazinthara hat sich indes länger nicht mehr blicken lassen. Letzte Sichtungen stammen von Sonntag aus Leubnitz-Neuostra. Der Zoo freut sich auch hier weiterhin über Hinweise und hofft, dann ebenfalls so schnell und erfolgreich reagieren zu können.

Hinweise bitte an 0160-97243268.

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