Polizei will mit Rollenspielen Unsicherheit der Bürger begegnen

Gefühlte Unsicherheit. (Foto: Pixabay)
Gefühlte Unsicherheit. (Foto: Pixabay)

Mancher Dresdner beklagt seit geraumer Zeit eine Verschlechterung des eigenen Sicherheitsgefühls in der Stadt und das obwohl statistisch gesehen tatsächlich ein Rückgang der Kriminalität nachgewiesen werden kann. Diesem subjektiv schlechteren Sicherheitsgefühl möchte die Polizei Dresden entgegen wirken und initiiert eine neue Veranstaltungsreihe – frei nach dem Motto „Wissen bringt Sicherheit“.
Die Veranstaltungen sollen allen Dresdnern offen stehen.

Die Dresdner Polizei möchte auf fast „auf spielerische Weise“ interessierte Menschen besser auf mögliche, brenzlige Situationen im Alltag vorbereiten. Dafür sollen im Rahmen der Präventionsveranstaltungen vor allem Rollenspiele genutzt werden. Bei einem Pressegespräch am Donnerstag Nachmittag begründete Polizeipräsident Horst Kretzschmar dieses Angebot mit der Zielstellung, dass man bei den Trainings mit den Teilnehmern bestimmte Situationen nachstellen wolle, wie beispielsweise Pöbeleien in der Straßenbahn, der Diebstahl von Handtaschen oder das Bedrängen von Frauen und dass von Experten der Polizei möglichst anschaulich erläutert werden soll, wie jeder einzelne in diesen Notlagen konkret intervenieren könnte. Kretzschmar gestand, dass er in seiner langen Dienstzeit selbst am meisten durch Rollenspiele gelernt habe: «Die Fehler, die man selbst gemacht hat, bleiben länger in Erinnerung als ein Vortrag.» Es gehe darum, gemeinsam mit dem Bürger ein Verhaltensmuster für bedrohliche Situationen zu entwickeln. «Ich bin davon überzeugt, das Wissen Selbstsicherheit verleiht und dadurch letztlich ein positives Sicherheitsgefühl erzeugt», sagte der Polizeichef.

Die erste Veranstaltung findet am 1. November, ab 18 Uhr im Kurländersaal der Polizeidirektion Dresden statt und trägt den Titel «Sicher durch Dresden – Körpersprache und Verhaltenstraining.» Wer hilft, wenn nicht man selbst? Schaut man immer hin oder gibt man Verantwortung unbewusst an andere ab? Aber darf man überhaupt eingreifen oder wie kann sich im Zweifel auch selber schützen? Auf diese und weitere Fragen sollen gemeinsame Rollenspiele Antworten geben und dabei gleichzeitig Lösungsmöglichkeiten für alltägliche Situationen aufgezeigt werden.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltungsreihe möchte die PD Dresden auch Problemlagen wie Cyberkriminalität, Gewalt, Wohnungseinbruch, Drogen oder Straßenverkehr behandeln.

Veranstaltungsreihe der polizeilichen Prävention Dresden – „Wissen bringt Sicherheit“:
Veranstaltung «Sicher durch Dresden – Körpersprache und Verhaltenstraining.», 1. November ab 18 Uhr,
Kurländersaal der Polizeidirektion Dresden, Schiessgasse 7, 01067 Dresden.
Um Anmeldung unter Tel. 0351-65243690 oder per E-Mail an wissen-bringt-sicherheit.pd-dresden.@polizei.sachsen.de

 

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