Neue Wärmespeicheranlage in Reick in Betrieb genommen

Luftaufnahme vom Kraftwerk Reick am 18.09.2018 in Dresden. Gut zu sehen sind die neuen Druckbehälter der Wärmespeicheranlage. // Foto: Oliver Killig

Im Innovationskraftwerk Reick der Drewag ist vergangene Woche nach 21 Monaten Bau- und Erprobungszeit die Erweiterung der Wärmespeicheranlage erfolgreich in Betrieb gegangen. Die neue Anlage, bestehend aus 20 einzelnen Druckbehältern, hat ein Gesamtfassungsvermögen von 7 800 Kubikmetern.

Zusammen mit der am Standort bereits vorhandenen Altanlage (6 600 Kubikmeter) steht damit zukünftig eine Heißwasserspeicherkapazität von über 14 400 Kubikmetern zur Verfügung. Dies entspricht einer Wärmemenge von caetwa 900 MWh bei einer Temperaturdifferenz von 55 Kelvin.

Flexible Erzeugungsanlagen

Die Anlage ist direkt in das Zentrale Fernheiznetz der Stadt Dresden eingebunden und damit ein wesentlicher Baustein für die weitere Flexibilisierung der Erzeugungsanlagen. Damit wird nicht nur ein entscheidender Beitrag zur Sicherung einer stabilen, bedarfsgerechten, ökologischen und vor allem wirtschaftlichen Wärmeversorgung der Stadt Dresden geleistet. Mit dem Ausbau der Wärmespeicherkapazitäten bereitet die Drewag das Fernwärmenetz auf die Zukunft vor und ermöglicht so perspektivisch auch die Aufnahme und Speicherung grüner Wärme aus erneuerbaren Energien.

Intelligente und saubere Städte

Neben der allgemeinen Betriebsmesstechnik wurde eine komplette Wärmespeicherstraße mit Glasfasertechnik ausgerüstet. Diese ermöglicht die ortskonkrete und sekundengenaue Bestimmung der Temperaturen des Speichers. Gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden, die das Projekt wissenschaftlich begleitet, werden so im Rahmen des EU-Fördervorhabens „MAtchUp“ für intelligente saubere Städte Daten erfasst und mit einem speziellen Rechner ausgewertet. Ziel ist ein besseres Verständnis des Speicherverhaltens zu erlangen, um so die Anlagenbetriebsweise zu optimieren und Wärmeverlusten zu minimieren.

Die Drewag investierte über 8 Millionen Euro in die Anlagenerweiterung.

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