Das ändert sich bei der Rente 2019

Senioren holen sich gern auch per Telefon Rat und Hilfe.
Symbolfoto: Archiv

Die auffälligste Neuerung ist die sogenannte doppelte Haltelinie: Sowohl das Rentenniveau als auch der Beitragssatz sollen bei einem bestimmten Wert gehalten werden. Das Niveau beschreibt das Verhältnis der Rente zu den Löhnen. Es soll bis 2025 nicht unter 48 Prozent sinken. Der Beitragssatz – heute 18,6 Prozent – soll bis dahin nicht über 20 Prozent des Einkommens steigen.

Entlastung für Geringverdiener

Die Ausweitung der Mütterrente kostet 3,8 Milliarden Euro pro Jahr. Erziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder werden stärker angerechnet. Die betreffenden Renten werden so je Kind erhöht um brutto 16,02 Euro pro Monat im Westen und 15,35 Euro im Osten. Die erweiterte Mütterrente dürfte bei im Januar beginnenden Neurenten bereits zu Buche schlagen. Die Bestandsrenten werden wohl erst im März erhöht, der Zuschlag wird nachgezahlt.

Die Erwerbsminderungsrentner bekommen deutlich mehr, wenn sie ab 2019 neu diese Rente beziehen. Die Rente wird dann so berechnet, als wenn der Betroffene bis zur Regelaltersgrenze gearbeitet hätte. Zudem steigt bei Geringverdienern die Einkommensgrenze, ab der volle Sozialbeiträge gezahlt werden müssen, von 850 auf 1300 Euro.

Renten sollen zuverlässig steigen

Die Rentner in Westdeutschland bekommen im Juli um 3 bis 3,5 Prozent mehr. In Ostdeutschland sollen die Renten sogar noch um 0,7 Punkte stärker steigen. Die exakte Höhe kann erst in einigen Monaten berechnet werden. Grund für die gute Entwicklung sind vor allem sprudelnde Einnahmen der Rentenkasse wegen der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt.
Im kommenden Jahr will Arbeitsminister Hubertus Heil eine Grundrente für langjährig Versicherte auf den Weg bringen. Gewerkschaftschef Bsirske kritisiert die bisherigen Pläne dafür als unzureichend. Selbstständige sollen zudem besser abgesichert werden. Hier verlangte Bsirske: „Nötig ist dabei, die Auftraggeber bei der Finanzierung der Rentenbeiträge einzubeziehen, so wie es zum Beispiel bei der Künstlersozialkasse der Fall ist.“

In dieser Wahlperiode will Heil eine längerfristige Absicherung der Rente zumindest in Grundzügen betreiben. Eine Rentenkommission aus Experten, die die Regierung eingesetzt hat, soll Vorschläge machen. Auch über mehr Anreize für längeres Arbeiten wird in dem Gremium geredet, wie es heißt. Die SPD lehnt es bisher kategorisch ab, das Rentenalter über 67 hinaus weiter heraufzusetzen

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