Animationskunst aus Russland

„Film, Film, Film“ bei Fjodor Chitruk, UdSSR 1968
„Film, Film, Film“ bei Fjodor Chitruk, UdSSR 1968. (Foto: Fjodor Chitruk/Sojusmultfilm)

In Russland gefeiert, hier wenig bekannt: die Animationsfilme von Fjodor Chitruk.

Er ist der Kopf hinter der russischen Disneyvariante des Winni Pu – der Moskauer Animationsfilmemacher Fjodor Chitruk. 25 Jahre lang arbeitete er für das Sojusmultfilm-Studio (Die Schneekönigin, Krokodil Gena, Tscheburaschka, Der Igel im Nebel). Diese und weitere Trickfilme begleiteten die Kindheit vieler Muttersprachler und finden sich mit Sicherheit noch heute bei einigen auf Videokassette im Regal wieder. Mit seinem ersten eigenen Film „Geschichte eines Verbrechens“ schaffte Chitruk schließlich 1961 auch seinen internationalen Durchbruch. Der Stil dieses Films war angelehnt an seine amerikanischen Vorbilder wie etwa United Productions of America. Durch ihn war es anderen Animatoren möglich, künstlerische Freiheit zu genießen. In den Neunzigern gründete er mit weiteren Kollegen die Animationsschule SchAR in Russland. Dresden widmet dem Animationskünstler nun einen Filmabend.

Trickfilmabend

Der deutsche Regisseur und Filmprofessor Otto Alder würdigte seinen Lehrer Chitruk mit dem liebevollen Porträt „Der Hauch des kleinen Gottes“, einem Dokumentarfilm mit Animationssequenzen wie etwa aus dem Satireklassiker „Film, Film, Film“. Gezeigt wird sein Werk im Rahmen der fünften ANIMANIA des Deutschen Instituts für Animationsfilm am 18. Januar um 20 Uhr im Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden. Karten für 6 Euro und ermäßigt 5 Euro gibt es vor Ort. (RJO)


ANIMANIA – Film, Film, Film – Fjodor Chitruk und Otto Alder
Wann? 18. Januar 2019, um 20 Uhr

Wo? Museumskino Technische Sammlungen Dresden

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