Kraftsport gegen Übergewicht – Gesundheit fördern

Quelle: @ bernardbodo – #237415902 / Fotolia.com
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2018 sind wieder ein paar Pfunde auf den Hüften dazugekommen. Viele Verbraucher nehmen sich zum Jahreswechsel vor, endlich etwas dagegen zu tun. Kurz nach dem Jahreswechsel wird der innere Schweinehund wieder zunehmend lauter. Dass mehr Bewegung guttut, steht außer Frage. In Deutschland steigt seit Jahren der Anteil an Übergewichtigen. Inzwischen gehen Schätzungen soweit, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung als übergewichtig gilt. Eine Tatsache, der viele Familien ins Auge blicken müssen. Das Robert Koch Institut bemängelt seit Jahren nicht nur die Entwicklung bei Erwachsenen. Auch Kinder sind zunehmend zu dick. Doch wie sieht es eigentlich in Sachsen aus und was lässt sich dagegen tun?

Wie sieht die Situation in Sachsen aus?

Übergewicht ist ein Phänomen, welches auch Sachsen betrifft. Heute ist bereits jeder zweite Sachse übergewichtig. Geht der Trend ungebremst weiter, werden sich diese Zahlen erhöhen. Übergewicht betrifft damit nicht nur einzelne Personen. Inzwischen ist es auch eine gesellschaftliche Problematik. Jede Behandlung aufgrund zu vieler Pfunde auf den Hüften kostet die Gemeinschaft der Kassenpatienten Geld. Dabei heißt hier die Devise: Vorbeugen ist besser als Behandeln. Und Übergewicht lässt sich auch ohne Arzt in den Griff bekommen – wenn die Motivation stimmt.

Wie wirkt sich Kraftsport auf unseren Körper aus?

Übergewicht tritt vor allem in den Industrienationen auf. Der Grund hierfür ist die moderne Lebensweise. Hungerphasen, wie sie in der Natur natürlich sind, treten nicht mehr auf. Dabei ist der Körper nach wie vor auf den Rhythmus aus Hunger und Essen getrimmt. Denn genau dazu hat er Fettzellen.

Über die Fettdepots wird Energie für schlechte Zeiten gespeichert. In Deutschland und den Nachbarländern besteht das Problem in:

  1. einer zu hohen Energiezufuhr
  2. zu wenig Bewegung.

Gerade sehr energiehaltige Lebensmittel – in denen zum Beispiel sehr viele Kohlenhydrate stecken – landen heute auf den Tellern. Und wer im Büro sitzt, kann sich die Energie schlecht abtrainieren.

Kraftsport kurbelt Fettverbrennung an

Genau hier kommt Kraftsport ins Spiel. Um sich bewegen zu können, muss der Körper Muskeln in Gang setzen. Muskelzellen brauchen wiederum Energie. Wer sich im Alltag bewegt, verbraucht also Energie. Und je mehr Bewegung, umso höher ist auch der Energieumsatz. In die Formel gehört noch eine weitere Rechengröße.

Verfügt der Körper über mehr Muskelzellen, wird automatisch auch in Ruhe mehr Energie verbraucht. Schließlich brauchen alle Zellen diese für ihre Grundfunktionen. Heißt: Wird mithilfe von Kraftsport Muskelmasse aufgebaut, steigt der Grundumsatz. Damit verbessert sich am Ende auch der Energieverbrauch in Ruhe. Die Gewichtsreduktion durch den Sport hat noch ganz andere Auswirkungen.

Kraftsport kann Gelenke schonen

Übergewicht belastet den Körper in mehrfacher Hinsicht. Auf der einen Seite erhöht sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aber: Durch das Gewicht leiden auch die Gelenke. Wer durch Krafttraining sein Gewicht senken kann, schont damit die Gelenke. Und bleibt am Ende länger mobil.

Parallel gibt es einen zweiten Vorteil. Muskeln sind nicht nur für die Beweglichkeit mitverantwortlich. Muskeln schützen und stabilisieren. Dieser zweite Effekt wirkt sich ebenfalls auf die Gelenkgesundheit aus.

Krafttraining beugt Diabetes vor

Diabetes Typ II – auch bekannt als Zuckerkrankheit oder Altersdiabetes – ist eine verbreitete Erkrankung in Verbindung mit Übergewicht. Da die Erkrankung schleichend beginnt, wird sich mitunter lange nicht erkannt. Das Problem: Diabetes kann unbehandelt:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Augenerkrankungen
  • Neuropathien

verursachen. Wer etwas gegen Diabetes tut, lebt am Ende gesünder (und länger). Eine Studie aus den USA zeigt eine positive Wirkung von Kraftsport auf das Diabetes-Risiko.

Wie lässt sich Kraftsport durch Ernährung beeinflussen?

Ernährung ist im Kraftsport ein wichtiges Thema. Verbreitet ist die Annahme, dass jeder Kraftsportler Unmengen Fleisch in sich hineinstopft. Fakt ist: Mit der Ernährung wird das Training unterstützt. Blind essen ist allerdings der falsche Weg. Jeder Kraftsportler entwickelt seinen eigenen Ernährungsplan – um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Wichtig ist die Balance aus Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten.

Letztere liefern den Muskeln Energie. Um den Muskelaufbau zu fördern, braucht es eine entsprechende Zufuhr an Proteinen.

Tipp: Wichtig ist, sich über die eigenen Ziele klar zu werden. Wer mithilfe des Kraftsports sein Gewicht reduzieren will, muss die Ernährung anders umstellen als Kraftsportler mit Fokus auf den Muskelaufbau. Welche Lebensmittel und Nährstoffe welche Wirkung entfalten, wird heiß diskutiert. Im Fokus ist dabei unter anderem auch die Rolle der Kohlenhydrate beim Kraftsport oder Bodybuilding, die je nach Trainingsziel unterschiedlich auszufallen scheint.

Zu beachten ist in jedem Fall, dass weitere Nährstoffe gebraucht werden. Hierzu gehören unter anderem Mineralstoffe und Vitamine, die unter anderem an enzymatischen Reaktionen beteiligt sind. Im Zusammenhang mit Kraftsport steht als Herausforderung im Raum, hiermit nicht in eine Mangelernährung zu rutschen.

Was lässt sich sonst noch gegen Übergewicht tun?

Kraftsport ist eine Möglichkeit, Kilos zu verlieren. Viele Betroffene entscheiden sich für einen anderen Weg – und probieren Ausdauersport aus. Hiermit lassen sich ebenfalls gute Ergebnisse erzielen. Es spricht nichts dagegen, beide Varianten miteinander zu kombinieren, also auf einen Mix aus Kraftübungen und Ausdauereinheiten zu setzen.

Kraftsport ist gut für die Gesundheit und kann auch bei der Gewichtsreduktion helfen. Quelle: @ BurntRedHen – #221456401 / Fotolia.com
Kraftsport ist gut für die Gesundheit und kann auch bei der Gewichtsreduktion helfen. Quelle: @ BurntRedHen – #221456401 / Fotolia.com

Fazit: Fettpolster mit Hanteln den Kampf ansagen

Übergewicht ist ein Problem in Sachsen – und dem Rest der Bundesrepublik. Schuld ist meist eine Kombination aus Fehlern in der Ernährung und zu wenig Bewegung. Beides lässt sich ändern. Wer das Ruder herumreißen will, braucht allerdings Durchhaltewillen. Aber es lohnt sich, Gewichte zu stemmen. Mehr Muskelmasse bedeutet einen höheren Energieumsatz. Und auch der Kreislauf oder das Diabetesrisiko lassen sich positiv beeinflussen.

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