Vorsicht, lästige und gefährliche Sauger!

Zecken können für Haustiere aber auch für Menschen eine Gefahr darstellen. // Foto: Archiv

In etwa jedem dritten Haushalt in Deutschland lebt ein Haustier, am beliebtesten sind bekanntlich Katzen und Hunde. Doch mit Ihnen halten oftmals auch unliebsame Begleiter wie Zecken Einzug ins Haus. Nach Streifzügen durch die Natur bringen die Tiere im dichten Fell häufig gleich mehrere der kleinen Krabbelwesen mit.

Haben Zecken eine geeignete Stelle gefunden, beginnt der Saugvorgang. Die Parasiten schaffen mit ihren Mundwerkzeugen eine Wunde, reißen Gewebe auf und saugen Blut. Zecken gibt es im Übrigen nicht nur im Sommer, denn schon ab vier Grad Außentemperatur machen sich die Parasiten auf die Suche nach der nächsten Blutmahlzeit.

Zecken machen Haustiere und Halter krank

Zecken übertragen auf Haustiere ernsthafte Krankheitserreger, etwa die der Borreliose, der Babesiose, auch Hundemalaria genannt, der Anaplasmose und der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Fieber, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Gelenkentzündungen, Lahmheit und schlimmstenfalls epileptische Anfälle oder Tod können die Folgen für den Vierbeiner sein.

Doch auch für den Menschen sind Lyme-Borreliose und FSME gefährliche Infektionskrankheiten. Gegen die FSME gibt es eine Impfung, gegen die Lyme-Borreliose kann man sich nur schützen, indem man Zeckenstichen vorbeugt.

Die Symptome einer Lyme-Borreliose für Menschen sind ernsthaft und unangenehm: Es kann sich anfühlen wie ein grippaler Infekt, die Muskeln und Gelenke schmerzen. Selbst Jahre nach der Ansteckung kann sich die Infektion mit Gelenkentzündungen und Nervenkrankheiten bemerkbar machen.

Vorbeugen ist der beste Schutz

Tierbesitzer sollten sich beim Tierarzt über den Zeckenschutz für sich und ihre Vierbeiner beraten lassen. Für optimalen Schutz sollte man mit einer Behandlung frühzeitig beginnen und sie regelmäßig alle vier Wochen bis in den Herbst hinein auffrischen. Beim Kauf des Zeckenschutzmittels sollte dabei von Angeboten aus der Apotheke oder dem Fachhandel abgesehen werden. Wirksame Präparate werden lediglich beim Tierarzt verkauft.

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