Arbeit läuft auf Hochtouren: Stadt will Oskarstraße ab Juli für Straßenbahnen freigeben

Am Haltepunkt Strehlen sollen ab 6. Juli wieder die Straßenbahnen rollen. // Visualisierung: virtual architects.net

Im Rahmen des Projektes „Stadtbahn Dresden 2020“ laufen die Bauarbeiten auf der Tiergartenstraße, der Oskarstraße und am Wasaplatz derzeit auf Hochtouren. Ab 6. Juli, 3.30 Uhr sollen die Straßenbahnen 9 und 13 über die neue Trasse verkehren und dann am Bahnhof Strehlen die Verbindung zur S-Bahn herstellen. Auch die momentan noch umgeleiteten Buslinien 61, 63, 75 und 85 kehren mit der Freigabe auf ihre gewohnten Strecken zurück. Restarbeiten auf der Baustelle finden bis zum Herbst statt. Größere Einschränkungen für den Autoverkehr sind nicht mehr zu erwarten

Baubürgermeister nennt fixen Termin

„Ich bin sehr froh, dass wir nun zügig vorankommen und ein verbindliches Enddatum ankündigen können“, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. „Der Abschnitt Oskarstraße/Tiergartenstraße ist ein wichtiger Bestandteil des Programms ‚Stadtbahn Dresden 2020‘. In Strehlen entsteht ein attraktiver Verknüpfungspunkt zwischen Straßenbahn, Bus und S-Bahn. Der geplante Umbau des Wasaplatzes einschließlich barrierefreier Haltestellen und Radwege wird die Verkehrssituation erheblich verbessern und das Umfeld städtebaulich weiter aufwerten“, erläutert Schmidt-Lamontain.

Baustopp veränderte alles

Der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes Prof. Reinhard Koettnitz erinnert an die Herausforderung, vor der Bauherren und Baufirmen standen: „Die Bauunternehmen mussten nach dem Baustopp kurzfristig große Kapazitäten bereitstellen. Das war angesichts der vielen laufenden Baustellen sehr anspruchsvoll.

Wir freuen uns, dass unsere Partner bei der Stange geblieben sind und das Projekt mit uns gemeinsam zum Abschluss bringen. Die Bauarbeiten laufen seitdem reibungslos. Allerdings müssen wir durch den Baustopp verursacht erhebliche Mehrkosten abfedern“, so Prof. Koettnitz.

Bauverzögerung und Millionenkosten durch Klage

„Wir bauen die Bahntrasse letztlich genauso wie in der Planung vorgesehen. Leider hat der eingeklagte Baustopp nicht nur die Kosten um mehrere Millionen Euro erhöht, sondern auch das Bauende um über ein Jahr verzögert“, sagt DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach.

„Wir möchten uns bei den Anwohnern und Fahrgästen für die vielfach aufgebrachte Geduld bedanken, die angesichts dieser ungeplant langen Baustelle nötig war.“ Das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen. Rund 30 000 Fahrgäste passieren den Wasaplatz täglich per Bahn und Bus. Mehr als 3 000 von ihnen steigen dort um. „Bisher mussten die Umsteiger am Wasaplatz lange Wege zurücklegen. Mit der neuen Streckenführung verschiebt sich der Umsteigepunkt zum Bahnhof Strehlen. Dort kann zwischen Bus, Stadtbahn und jetzt auch S-Bahn barrierefrei und komfortabel am gleichen Bahnsteig umgestiegen werden.“      

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