Besonderes Karat-Konzert steigt im August im „Kastenmeiers“

Gerd Kastenmeier und Claudius Dreilich im neuen "Kastenmeiers" im Hotel Kempinski Taschenbergpalais. Hier hat Gerd Kastenmeier vor gut zwei Monaten neu eröffnet. // Foto: Jens Fritzsche

Manche Ideen entstehen im Whirlpool. Mit Blick aufs nächtliche Dresden. Die Idee eines ganz besonderen Konzerts in einer ganz besonderen Umgebung zum Beispiel: Da saß Claudius Dreilich, Sänger der Ostrock-Legende Karat gemeinsam mit dem Dresdner Promi-Gastronomen Gerd Kastenmeier in dessen Pool und die beiden fanden, „dass der eine ganz gut kochen und der andere ganz gut Musik machen kann, also müsste man daraus einfach etwas Gemeinsames werden lassen“, erinnert sich Claudius Dreilich. Geworden ist es die Konzertreihe „Kulinarischer Gig“ im Restaurant „Kastenmeiers“ im Innenhof des Kurländer Palais‘. Ein Hautnah-Konzert, gerade mal knapp 250 Leute haben hier Platz, mit Buffet und Meißner Proschwitz-Weinen in Fünf-Liter-Flaschen.

Am 30. August wird das mittlerweile sechste dieser Konzerte steigen; und es ist das letzte im „alten“ Kasteinmeiers. Denn seit gut zwei Monaten kocht Gerd Kastenmeier ja bekanntlich am neuen Standort im Taschenberg-Palais; mit Blick aufs Schloss. Das bisherige Domizil betreibt er zunächst weiter – „aber in den nächsten Tagen werden wir einen neuen Untermieter präsentieren können“, verrät der Gastronom. Wer künftig hier kocht, verrät er aber noch nicht. „Die Tinte für die Unterschrift ist zwar schon im Füller, aber noch nicht auf dem Papier …“

Fisch ist nichts für Jedermann

Und so wird es also ein Konzert „mit ganz viel Wehmut werden“, macht Claudius Dreilich deutlich. „Denn ich bin wirklich gern und regelmäßig hier.“ Dass er dabei bisher noch nie auf die Speisekarte geschaut hat, „hängt einfach damit zusammen, dass Claudius keinen Fisch isst, Fisch aber unsere Spezialität ist – also koche ich ihm einfach etwas anderes“, plaudert Gerd Kastenmeier ein bisschen aus dem Nähkästchen. Sie kennen sich bestens, der Karat-Sänger und der Promi-Wirt. „Gerd war ja auch mein Trauzeuge“, verrät der Rocker.

Zum letzten Konzert an alter Stelle fährt Kastenmeier dann auch extra große kulinarische Geschütze auf: „Wir werden einen 70 Kilo-Thunfisch aufbieten; und jede Menge Überraschungen“, verspricht er. Dass die Tickets mit 230 Euro je Karte „nicht ganz billig sind, wissen wir natürlich, aber es wird wirklich sehr, sehr viel geboten“, weiß Claudius Dreilich, dass es sogar Fans gibt, „die zum Beispiel extra aus Bayern anreisen“.

Karat hatte „Fans“ auch in Bayern

Apropos Bayern. Die besondere Beziehung zwischen Kastenmeier und Karat reicht weitaus länger zurück, als „nur“ bis zu jener Nacht im Pool. „Mein sechs Jahre älterer Bruder hatte noch vor der Wende zum Geburtstag bei uns zu Hause in Niederbayern einen Schallplattenspieler geschenkt bekommen – und die erste Platte, die er sich gekauft hat, war der Blaue Planet von Karat …“ Und das mitten in Bayern, fügt er schmunzelnd an.

Als Karat dann vor einigen Jahren von Dresdens bekanntem Zirkuschef André Sarassani zu einem Benefiz-Konzert in dessen Trocadero-Zelt am Straßburger Platz eingeladen worden war, „fiel mir dort plötzlich Gerd Kastenmeier um den Hals, der damals für das Catering verantwortlich war“, erinnert sich Claudius Dreilich. Dass der Karat-Sänger „diesen riesig großen fremden Mann“ bis dahin gar nicht kannte, gehört ebenfalls zur Geschichte dazu. „Aber er erklärte mir, er habe schon ewig auf diesen Moment gewartet“, fügt Dreilich lachend hinzu. „Klar, ich wollte endlich mal die Band kennenlernen, die ich als Kind ständig hören musste“, schmunzelt Kastenmeier. Eine Freundschaft war geboren.

Dresden ist Dreilichs Lieblingsstadt

Und so haben die Karat-Musiker nun also einen ganz besonderen Grund, öfter nach Dresden zu kommen. Wobei die Elbestadt ohnehin Claudius Dreilichs Lieblingsstadt ist, wie er regelmäßig betont. „Dresden hat ein wunderbares Flair, wunderbare Gebäude, aber vor allem wunderbar herzliche Menschen“, schwärmt er. „Und ich finde es absolut stark, wie gelassen ihr hier mit diesen Touristenmassen umgeht – in Berlin ist man da nicht so entspannt“, vergleicht er mit seiner Wahlheimat.

Vor einigen Jahren war Claudius Dreilich beispielsweise zufällig auf der Bunten Republik Neustadt gelandet, „keiner hat mich dort erkannt, aber ich hatte super Gespräche mit super coolen Leuten“. Eine wunderbare Stadt, findet er. Und so ist Karat nach dem „kulinarischen Gig“ im „Kastenmeiers“ dann im Oktober auch noch im Kulturpalast zu erleben; mit einem Akkustik-Konzert.

Auch ein Auftritt im Großen Garten ist geplant

„Und im kommenden Jahr rocken wir die Junge Garde“, verspricht Claudius Dreilich. Dann nämlich feiert Karat 45. Jubiläum. „Und wir werden uns eine Menge einfallen lassen!“ Eine neue CD wird es allerdings nicht geben. „Im Moment scheint die Zeit für CD-Produktionen irgendwie vorbei zu sein“, bedauert Dreilich. Und findet das sehr schade. „Konzept-Alben sind etwas wunderbares; aber man muss sie eben auch verkaufen können“, sagt er. Also denkt die Band über neue Wege nach. Zwei, drei neue Songs pro Jahr zum Beispiel, die es dann auf Computer-Sticks bei den Konzerten zu kaufen gibt. Und sogar mit Kinderliedern könnte Karat demnächst zu hören sein. „Es gibt da ein Projekt, über das ich im Moment aber noch nicht viel verraten darf …“

Verraten kann der Karat-Sänger aber in jedem Fall, dass es beim Konzert im „Kastenmeiers“ neben den Klassikern der Band auch viele Lieder der jüngeren Alben zu hören geben wird. Und Gerd Kastenmeier stellt schonmal klar, dass es mit dem „kulinarischen Karat-Gig“ dann 2021 auch im neuen Restaurant weitergehen wird. „Aber jetzt freuen wir uns erstmal auf den 30. August!“

Ein paar Restkarten gibt es übrigens noch. Bestellung über info@kastenmeiers.de. Und natürlich werden auch bei diesem Konzert dann wieder neue Geschichten entstehen. Wie jene Geschichte vom Whirlpool, wo alles begann … Jens Fritzsche

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