Neuer Betriebskostenspiegel 2019 für Dresden veröffentlicht

Quelle: Mieterverein Dresden

Der Mieterverein Dresden und Umgebung e.V. veröffentlichte jetzt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund auf Grundlage der Abrechnungsdaten des Jahres 2017 den aktuellen Betriebskostenspiegel 2019 für Dresden. Dem Betriebskostenspiegel liegen 3,834 Millionen Quadratmeter Mietwohnungsfläche zugrunde. Im Durchschnitt mussten Mieter 2,24 Euro/qm und Monat an Betriebskosten zahlen. Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen – dabei wird unterstellt, dass alle Betriebskostenarten im Einzelfall anfallen – kommt man auf eine Preisspannezwischen 2,02 und 3,10 Euro/qm und Monat und durchschnittlich 2,48 Euro/qm und Monat. Nicht in jeder Betriebskostenabrechnung sind jedoch alle Betriebskostenarten enthalten.

Gas und Fernwärme günstig

Die Kosten für Heizung und Warmwasser sind im Abrechnungsjahr 2017 stabil geblieben und liegen im Durchschnitt bei 1,03 Euro/qm/Monat. Hier wird die Höhe der Kosten vor allem durch klimatische Einflüsse, den energetischen Zustand der Wohnung und starken Preisunterschieden sowohl zwischen Heizöl, Gas und Fernwärme, als auch zwischen den einzelnen Gas- und Fernwärmeversorgern bestimmt. Während zum Beispiel die Kosten für ölbeheizte Wohnungen spürbar angestiegen sind, sanken die Kosten für Gas und Fernwärme.

Die ausgewerteten Daten weisen eine Bandbreite von 0,74 bis 1,89 Euro/qm/Monat auf. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung ergeben sich somit durchschnittliche Heiz- und Warmwasserkosten in Höhe von 988,80 Euro im Jahr. Letztlich entfallen rund 50 Prozent der tatsächlich gezahlten Betriebskosten auf Heizung und Warmwasser.

Quelle: Mieterverein Dresden

Betriebskostenspiegel als Vergleichsgrundlage

Ein Betriebskostenspiegel dient als Orientierungshilfe für Wohnungssuchende, Mieter, Vermieter, Verwalter und Behörden. Er schafft Transparenz, liefert Anhaltspunkte für die Prüfung von Abrechnungen nach dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit und gibt Hinweise über Einsparmöglichkeiten. Er ist jedoch kein rechtsverbindliches Dokument. Aufgrund erheblicher Unterschiede in der Ausstattung und Beschaffenheit der Grundstücke und Gebäude sowie im Verbrauchsverhalten der Nutzer können die individuellen Kosten mehr oder weniger von den Durchschnittswerten abweichen. Andererseits können auch Abrechnungsfehler, unzulässige bzw. unwirtschaftliche Kosten oder fehlerhafte Umlageschlüssel Ursachen für Mehrkosten sein. Der Mieterverein Dresden rät Mietern deshalb in jedem Fall zu einer Prüfung ihrer Betriebskostenabrechnung, und das nicht nur, wenn eine Nachzahlung gefordert wird.

Der neue Betriebskostenspiegel 2019 für Dresden ist auf der Internetseite des Mietervereins Dresden und Umgebung e.V. (www.mieterverein-dresden.de) unter der Rubrik Infos & Service abrufbar.

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