So machen Sie ihr Auto fit für den Winterurlaub

Winter Auto
Foto: Karolina Grabowska

Frost, Glatteis und Schnee – Autofahrer werden im Winter jedes Jahr vor einige Herausforderungen gestellt. Die folgende Checkliste zeigt, worauf geachtet werden muss, damit das Auto die kalte Jahreszeit und den Weg in den Winterurlaub ohne Probleme übersteht.

Der Frostschutz in der Kühleranlage des Autos sollte bis zu einer Temperatur von -25 Grad Celsius gewährleistet sein. Ein Prüfgerät kann dies in der Werkstatt oder der Tankstelle unkompliziert kontrollieren. Wenn weniger Kühlwasser, als die Minimal-Markierung vorgibt enthalten ist, sollte die Ursache dafür gefunden werden. Im Extremfall kann hier ein Motorschaden entstehen, wenn zu wenig Kühler-Frostschutz enthalten ist.

Prüfung des Scheibenfrostschutz

Besonders für die Fahrt in den Winterurlaub ist es wichtig, dass ein spezieller Winterreiniger in das Scheibenwischwasser gegeben wird. Durch diesen werden nicht nur die Scheiben gereinigt, sondern auch gewährleistet, dass Spritzdüsen, Pumpe und Wasser nicht einfrieren. Ein guter Tipp ist es, die Wischanlage nach dem Abstellen des Autos am Abend kurz zu aktivieren, damit Reste von Streumittel beseitigt werden. Diese sind zum Teil sehr scharfkantig und könnten ansonsten am nächsten Morgen beim Kratzen das Glas beschädigen.

Die Reinigung der Fenster

Bei kaltem und nassem Winterwetter ist eine klare und freie Sicht besonders wichtig. Die Scheiben des Autos sollten daher regelmäßig außen und innen von Verschmutzungen befreit werden. Sind die Scheiben beschlagen, dann hilft Klimaanlage, Gebläse oder Heizung diese wieder frei zu machen. Auch werden die Schläuche und Dichtungen durch die trockene Luft in Schuss gehalten.

Das Kontrollieren der Scheibenwischer

Hinterlassen alte Wischerblätter bereits Schlieren auf der Windschutzscheibe, dann steht hier ein Austausch gegen neue Exemplare an. Damit die Gummis des Scheibenwischers über Nacht nicht festfrieren, können diese unter Isolationsfolie gelegt werden.

Das Pflegen der Türdichtungen

Um nicht Gefahr zu laufen, vor einer eingefrorenen Tür zu stehen, können die Gummis von Heckklappe und Tür durch spezielle Mittel gepflegt werden. Hier eignen sich sowohl Silikone als auch die speziellen „Gummipfleger“. Allerdings ist dieses Pflegeprogramm nicht bei allen Gummis nötig. Vaseline oder Hirschtalg sollte nicht verwendet werden.

Das Pflegen der Türschlösser

Um zu verhindern, dass die Türschlösser nicht zufrieren, kann harzendes Öl oder ein Universalspray in das Schloss sprühen. Ansonsten ist die Ausstattung mit einem Türschlossenteiser zu empfehlen. Übrigens sollte dieser in der Handtasche, statt im Handschuhfach aufbewahrt werden.

Die Beleuchtung justieren

In den Wintermonaten muss die Beleuchtung des Fahrzeuges verlässlich funktionieren. Alle Leuchtmittel am Fahrzeug sollten kontrolliert werden und im Zweifelsfall durch die Werkstatt richtig justiert werden.

Das Kontrollieren der Batterie

Im Winter werden die meisten Pannen mit Abstand wegen einer defekten Batterie gemeldet. Schon bei Temperaturen, die noch über dem Gefrierpunkt liegen, kann die Batterie bereits Schwächen zeigen. Diese sollte in regelmäßigen Abständen, besonders vor dem Winterurlaub, überprüft werden und gegebenenfalls ausgetauscht werden.

Das Wechseln der Reifen

Winterräder sollten auf das Fahrzeug zu Beginn des Novembers montiert werden, da dann noch keine lange Wartezeiten bei Reifendiensten oder in der Werkstatt drohen. Zwar sind die Reifen auch mit einer Profiltiefe von weniger als vier Millimetern per Gesetz noch zulässig, allerdings dienen sie nicht mehr für einen sicheren Einsatz als Winterrad. Das Alter von Winterreifen sollte generell die Zehn-Jahres-Marke nicht überschreiten. Wenn es nötig wird, sollten die Reifen immer als Paar erneuert werden. Bei Anbietern wie beispielsweise ReifenDirekt können die Winterreifen einfach online bestellt werden. Dort findet man Reifen namhafter Hersteller, die häufig noch vergünstigt zu bekommen sind. Man sollte die Reifenanschaffung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Situationsbedingt können die Winterreifen nämlich verpflichtend sein, beispielsweise auf Schnee, Eis und Matsch. Sind keine Winterreifen vorhanden, können – wenn ein Unfall passiert – Probleme mit dem Versicherungsschutz drohen, sowie die Zahlung eines Bußgeldes.

Die Pflege des Lacks

Der Autolack kann unter Streusalz, Kälte und Nässe ziemlich leiden. Deshalb sollte die Waschanlage noch vor dem ersten Schnee aufgesucht werden. Darüber hinaus kann das Fahrzeug durch die Anwendung von Wachs und Politur zusätzlich gepflegt werden. Gerade im Winter sollte die Autowäsche nicht vernachlässigt werden.

Schneeketten einpacken

Besonders, wenn der Winterurlaub in sehr kalte Gebiete führt, in denen hoher Schnee liegt, dürfen die Schneeketten keinesfalls vergessen werden. Ohne Schneeketten besteht die Gefahr, sich in hohem Schnee festzufahren und nicht mehr von der Stelle zu kommen. Wichtig ist, sich vorher darüber zu informieren, wie die Schneeketten richtig angebracht werden.

Weitere Tipps Bei Schnee und Eis

Vor dem Antritt der Fahrt muss das Fahrzeug komplett von Eis und Schnee befreit werden. Vor dem Losfahren sollte die Heizung eingeschalter werden. Niemals sollte der Motor schon im Stand warmgelaufen lassen werden. Wenn es glatt ist, sollte das Gaspedal nur behutsam verwendet und plötzliche Bewegungen der Lenkung vermieden werden. Wenn das Auto doch einmal ins Schleudern gerät, hilft ein Auskuppeln und behutsames Gegenlenken. Wenn das Fahrzeug darauf nicht mehr reagiert, muss eine Vollbremsung eingelegt werden.

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